Der Pharmariese Eli Lilly steht vor einem entscheidenden Datum. Am 10. April wird die US-Gesundheitsbehörde FDA voraussichtlich über die Zulassung von Orforglipron entscheiden – einer Abnehmpille, die den lukrativen Markt für Gewichtsverlust grundlegend verändern könnte. Während die Konkurrenz bei oralen Präparaten aufholt, hoffen Anleger auf einen neuen Wachstumstreiber, um die jüngste Kursschwäche zu überwinden.

Trotz massiver Umsatzsteigerungen bei den Blockbustern Mounjaro und Zepbound im vergangenen Quartal steht der Titel unter Druck. Seit Jahresbeginn verzeichnet das Papier ein Minus von rund 15,4 Prozent und notiert aktuell bei knapp 780 Euro. Diese Entwicklung zeigt, wie stark zukünftiges Wachstum bereits eingepreist ist und wie sensibel der Markt auf Unsicherheiten in der Medikamenten-Pipeline reagiert. Die leichte Verschiebung des FDA-Entscheids von Ende März auf den 10. April reichte bereits aus, um Investoren vorsichtig agieren zu lassen, auch wenn behördliche Terminverschiebungen branchenüblich sind.

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Warum die Pille den Markt verändert

Bisher dominieren Spritzen den Markt für Adipositas-Medikamente. Orforglipron wird hingegen als Tablette eingenommen, was die Hemmschwelle für viele Patienten deutlich senken dürfte. Im Gegensatz zur oralen Variante des Konkurrenten Novo Nordisk müssen Anwender hier keine strengen Nüchternheitsregeln am Morgen beachten. Für Eli Lilly bietet das Präparat zudem handfeste wirtschaftliche Vorteile, da es günstiger in der Herstellung und Lagerung ist. Analysten von Evaluate trauen dem Medikament bis 2032 einen Jahresumsatz von 11,8 Milliarden US-Dollar zu.

Klinische Studien stützen den Optimismus. In der ACHIEVE-3-Studie zeigte Orforglipron eine stärkere Gewichtsreduktion als das Konkurrenzprodukt von Novo Nordisk. Allerdings traten häufiger Magen-Darm-Beschwerden auf, was zu höheren Abbruchquoten führte. Genau diese Nebenwirkungen wird die FDA bei ihrer Prüfung intensiv bewerten. Gleichzeitig wächst der Wettbewerbsdruck. Mitte März präsentierte Structure Therapeutics vielversprechende Phase-2-Daten für ein eigenes orales Präparat, das möglicherweise besser verträglich ist.

Analysten bleiben optimistisch

Trotz der aufkommenden Konkurrenz hält die Investmentbank Morgan Stanley an ihrer Kaufempfehlung fest. Die Experten verweisen auf eine wachsende Bereitschaft von US-Arbeitgebern, die Kosten für Adipositas-Medikamente zumindest teilweise zu übernehmen. Dennoch zeichnet sich ab, dass Krankenversicherungen und Arbeitgeber die Hürden für eine Kostenübernahme durch BMI-Grenzwerte oder die verpflichtende Teilnahme an Lebensstil-Programmen erhöhen.

Neben der anstehenden FDA-Entscheidung im April rückt bereits der nächste Meilenstein in den Fokus. Im Juni wird Eli Lilly auf dem Kongress der American Diabetes Association detaillierte Phase-3-Daten zu seinem Wirkstoff Retatrutide vorstellen. Diese Ergebnisse werden maßgeblich mitbestimmen, ob der Pharmakonzern seine technologische Führungsposition im Adipositas-Markt gegen die wachsende Konkurrenz verteidigen kann.

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