Eli Lilly steht kurz vor einem bedeutenden Schritt im Kampf gegen Übergewicht. Das Pharmaunternehmen will seine neue orale Abnehmpille Orforglipron bereits im zweiten Quartal 2026 in den USA auf den Markt bringen – vorbehaltlich der FDA-Zulassung. CFO Lucas Montarce bestätigte die Pläne auf der TD Cowen Gesundheitskonferenz am Montag. Trotz dieser positiven Nachricht verlor die Aktie 3,2 Prozent und schloss bei 1.017,97 Dollar.

Was die orale Pille besonders macht

Orforglipron unterscheidet sich von den bisherigen Blockbustern Mounjaro und Zepbound durch die Darreichungsform: Es handelt sich um eine Tablette statt einer Injektion. In der ACHIEVE-3-Studie zeigte das Medikament in der 36-mg-Dosierung eine überlegene Wirkung gegenüber oralem Semaglutid. Der HbA1c-Wert sank um 2,2 Prozent im Vergleich zu 1,4 Prozent beim Vergleichspräparat. Beim Gewichtsverlust erreichte Orforglipron 9,2 Prozent gegenüber 5,3 Prozent. Die regulatorischen Anträge sind bereits in über 40 Ländern eingereicht.

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Viele Patienten bevorzugen Tabletten gegenüber Spritzen, was die adressierbare Zielgruppe deutlich erweitern könnte. Zepbound hält derzeit knapp 70 Prozent der neuen Adipositas-Verschreibungen in den USA – eine dominante Position, die Orforglipron weiter ausbauen soll.

Starke Finanzdaten trotz Kursschwäche

Im vierten Quartal erzielte Eli Lilly einen Umsatz von 19,29 Milliarden Dollar und übertraf damit die Analystenschätzung von 17,85 Milliarden Dollar deutlich. Das entspricht einem Anstieg von 42,6 Prozent im Jahresvergleich. Die Nettogewinnmarge lag bei 31,66 Prozent, die Eigenkapitalrendite bei bemerkenswerten 102,94 Prozent.

Für 2026 peilt das Unternehmen einen Umsatz von 83 Milliarden Dollar an – nach einem Wachstum von 45 Prozent im vergangenen Jahr. Die Abhängigkeit von den GLP-1-Präparaten ist allerdings hoch: Mounjaro und Zepbound steuerten nahezu das gesamte Umsatzwachstum bei. Mounjaro legte 2025 um 99 Prozent zu, Zepbound sogar um 175 Prozent.

Insider kaufen während des Rücksetzers

Im Februar erwarben CEO und zwölf weitere Führungskräfte Aktien im Wert von 104 Millionen Dollar – ein deutliches Signal des Vertrauens während der jüngsten Kursschwäche. Auch institutionelle Investoren nutzten den Rücksetzer zum Aufstocken ihrer Positionen.

Die Dividende steigt ebenfalls: Für das erste Quartal 2026 zahlt Eli Lilly 1,73 Dollar je Aktie, zahlbar am 10. März. Das ist eine Erhöhung von zuvor 1,50 Dollar pro Quartal und entspricht einer annualisierten Dividende von 6,92 Dollar bei einer Rendite von rund 0,7 Prozent.

Weitere Katalysatoren in der Pipeline

Neben der Orforglipron-Zulassung stehen sechs Phase-3-Studienergebnisse zu Retatrutid an. Zudem startet spätestens am 1. Juli 2026 das Medicare-Programm für Adipositas-Medikamente. In Europa empfahl der Ausschuss für Humanarzneimittel die Zulassung von Olumiant (Baricitinib) für Jugendliche zwischen 12 und 18 Jahren mit schwerer Alopecia areata. Die endgültige Entscheidung der Europäischen Kommission wird innerhalb der nächsten zwei Monate erwartet, die US-Zulassung im zweiten Halbjahr 2026.

Mit einer Investition von 3,5 Milliarden Dollar in Pennsylvania baut Eli Lilly zudem seine Produktionskapazitäten in den USA massiv aus. Die FDA-Entscheidung zu Orforglipron im zweiten Quartal dürfte richtungsweisend für die weitere Kursentwicklung sein.

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