Eli Lilly startet mit gleich drei Nachrichten ins neue Jahr: eine milliardenschwere Forschungskooperation mit Nvidia, Übernahmegerüchte um die französische Biotech-Firma Abivax für 17,5 Milliarden Dollar – und grünes Licht für die baldige Markteinführung der Abnehmpille Orforglipron. Der Pharmakonzern demonstriert damit seine Ambitionen, sowohl in der KI-gestützten Medikamentenentwicklung als auch im lukrativen Markt für Adipositas-Therapien eine führende Rolle einzunehmen.

KI-Labor mit Nvidia: Eine Milliarde für die Zukunft

Eli Lilly und Nvidia investieren bis zu eine Milliarde Dollar über fünf Jahre in ein gemeinsames KI-Forschungslabor in der San Francisco Bay Area. Die Einrichtung soll noch bis Ende März ihre Türen öffnen und Wissenschaftler beider Unternehmen zusammenbringen. Ziel ist es, mithilfe von Nvidias neuester Vera-Rubin-Architektur neue Daten für Biotechnologie-KI-Modelle zu generieren und die Medikamentenentwicklung zu beschleunigen.

„Die Kombination aus unserem Datenvolumen und wissenschaftlichen Know-how mit Nvidias Rechenleistung könnte die Arzneimittelforschung revolutionieren", erklärte Lilly-CEO David Ricks auf der J.P. Morgan Healthcare Conference in San Francisco. Die Partnerschaft baut auf einem bereits im Oktober angekündigten Supercomputer-Projekt auf, das über 1.000 Grace-Blackwell-KI-Chips nutzen wird.

Abivax-Übernahme: 17,5 Milliarden Dollar im Raum

Parallel dazu berichtet die französische Nachrichtenagentur La Lettre von einer geplanten Übernahme der börsennotierten Biotech-Firma Abivax für rund 17,5 Milliarden Dollar. Die Aktie des Pariser Unternehmens schoss daraufhin um bis zu 31 Prozent nach oben, bevor das französische Finanzministerium dementierte, Kontakt mit Eli Lilly zu haben.

Abivax entwickelt mit Obefazimod ein oral verabreichbares Medikament zur Behandlung von Colitis ulcerosa, das in Phase-III-Studien positive Ergebnisse gezeigt hat. Eine Bestätigung der Übernahme würde nur wenige Tage nach dem 1,2-Milliarden-Dollar-Deal für Ventyx Biosciences erfolgen – ein weiteres Unternehmen mit Fokus auf entzündliche Darmerkrankungen. JPMorgan-Analysten sehen darin eine klare Strategie, Lillys Position im Immunologie-Segment deutlich zu stärken.

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Orforglipron: Marktstart steht bevor

Die dritte Nachricht betrifft die Abnehmpille Orforglipron, deren US-Zulassung für Ende Februar erwartet wird. Daniel Skovronsky, Forschungsleiter bei Eli Lilly, bestätigte gegenüber Reuters die Lieferbereitschaft für einen weltweiten Marktstart.

Entscheidender Vorteil gegenüber der kürzlich zugelassenen oralen Version von Novo Nordisks Wegovy: Orforglipron muss nicht nüchtern eingenommen werden. „Es ist ein kleines Molekül – wie jede andere Pille. Unabhängig von Nahrung, Wasser oder Tageszeit", so Skovronsky. Die FDA hat dem Medikament einen Fast-Track-Status gewährt, der die Prüfungszeit auf ein bis zwei Monate verkürzt.

Ausblick auf die kommenden Wochen

CEO David Ricks wird am 13. Januar weitere Einzelheiten zur Pipeline des Unternehmens präsentieren. Die FDA-Entscheidung zu Orforglipron steht bis Ende Februar an, der Abschluss der Ventyx-Übernahme in der ersten Jahreshälfte 2026. Ob Eli Lilly tatsächlich 17,5 Milliarden Dollar für Abivax bietet, dürfte sich in den kommenden Tagen klären.

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