Eli Lilly Aktie: Drängen Probleme?
HSBC hat Eli Lilly auf „Reduce" herabgestuft — und damit eine der wenigen wirklich bärischen Stimmen an der Wall Street erhoben. Das Kursziel wurde von 1.070 auf 850 Dollar gesenkt. Die Aktie reagierte mit einem Kursrückgang von knapp sechs Prozent unmittelbar nach Veröffentlichung der Analyse.
Skepsis beim Adipositas-Markt
Der Kern der HSBC-Argumentation: Der Markt für Abnehmmittel wächst zwar, aber womöglich nicht so stark wie erwartet. Während der Konsens ein Marktvolumen von über 150 Milliarden Dollar prognostiziert, rechnet HSBC bis 2032 nur mit 80 bis 120 Milliarden Dollar. Eine erhebliche Lücke — und sie trifft Eli Lilly besonders hart.
Mehr als 60 Prozent des Umsatzes im vierten Quartal 2025 — konkret 11,67 Milliarden von insgesamt 19,29 Milliarden Dollar — entfielen auf die Diabetes- und Gewichtsreduktionsmittel Mounjaro und Zepbound. Diese Konzentration macht das Unternehmen anfällig für Preisdruck, den HSBC bereits für 2026 erwartet.
Orforglipron unter der Lupe
Ein weiterer Unsicherheitsfaktor ist die orale Abnehmpille Orforglipron, die noch auf die FDA-Zulassung wartet und möglicherweise ab April oder Frühsommer 2026 auf den Markt kommt. HSBC warnt, dass die Konsensschätzungen für das Medikament überhöht sein könnten — getrieben von Lageraufbau-Annahmen statt echter Endnachfrage. Klinische Daten zeigen zudem, dass ein relevanter Anteil der Patienten GLP-1-Therapien langfristig abbricht.
Reicht die HSBC-Warnung aus, um eine Neubewertung der gesamten GLP-1-Pipeline zu erzwingen? Die Mehrheit der Wall-Street-Analysten sieht das anders: Die durchschnittlichen Kursziele liegen deutlich über 1.200 Dollar, und die meisten Institute halten an Kaufempfehlungen fest. Eli Lilly selbst prognostiziert für das Gesamtjahr 2026 einen Umsatz zwischen 80 und 83 Milliarden Dollar sowie einen Gewinn je Aktie von 33,50 bis 35,00 Dollar.
Auffällig ist dabei der Kontrast zum Hauptwettbewerber Novo Nordisk, der deutlich vorsichtigere Umsatzschätzungen ausgegeben hat. Beide Unternehmen sind laut Analysten durch die starke Abhängigkeit vom sogenannten Cash-Pay-Kanal — also Patienten ohne Versicherungsdeckung — konjunkturell verwundbar. Wie stark Preisrückgänge 2026 tatsächlich auf die Margen durchschlagen, wird die nächste Bewährungsprobe für die Bewertung des gesamten GLP-1-Sektors.
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