Eli Lilly hat zum Wochenstart eine weitreichende Kooperation bekanntgegeben: Der US-Pharmariese schließt mit dem KI-Unternehmen InSilico Medicine einen globalen Lizenz- und Forschungsvertrag. Der Gesamtwert könnte bis zu 2,75 Milliarden Dollar erreichen.

KI als Wirkstoff-Fabrik

InSilico erhält zunächst eine Vorabzahlung von 115 Millionen Dollar. Hinzu kommen gestaffelte Meilensteinzahlungen, die an Entwicklungs-, Zulassungs- und Vermarktungsfortschritte geknüpft sind, sowie Umsatzbeteiligungen bei späteren Produktverkäufen.

Im Gegenzug sichert sich Lilly exklusive weltweite Rechte zur Entwicklung, Herstellung und Vermarktung einer Reihe neuartiger oraler Therapien, die sich aktuell noch in präklinischen Stadien befinden. Entdeckt werden sie mithilfe von InSilicos KI-Plattform Pharma.AI. Beide Unternehmen wollen gemeinsam an mehreren Forschungsprogrammen arbeiten — mit Zielvorgaben, die Lilly selbst definiert.

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InSilico, erst 2025 in Hongkong gelistet, konzentriert sich auf die Bereiche Onkologie, Immunologie und Stoffwechselerkrankungen. Die KI-gestützte Wirkstoffentwicklung verspricht kürzere Entwicklungszeiten und eine höhere Erfolgsrate auf dem langen Weg zur Marktreife.

Parallel: Spannungen mit dem britischen NHS

Während die Kooperation mit InSilico nach vorne blickt, gibt es auf einem anderen Schauplatz Gegenwind. Lilly setzt die britische Regierung unter Druck: Der Konzern knüpft eine Wiederaufnahme seiner Investitionen im Vereinigten Königreich an konkrete Zugeständnisse beim NHS-Preissystem.

Laut dem Präsidenten des internationalen Geschäftsbereichs führt das Unternehmen bereits Gespräche mit britischen Ministern — mit Aussicht auf eine Einigung noch vor dem Sommer. Kern der Forderungen: regelmäßige Preisanpassungen für NHS-Medikamente und ein Ausstieg aus dem bestehenden milliardenschweren Rabattsystem. Diskutiert wird auch ein innovatives Vergütungsmodell, bei dem Zahlungen für Adipositas-Medikamente daran gekoppelt würden, ob Patienten nach der Behandlung wieder ins Berufsleben zurückkehren.

Das zeigt, wo Lilly gerade Prioritäten setzt: technologische Führerschaft in der Wirkstoffforschung auf der einen Seite, handfeste Preisverhandlungen mit Gesundheitssystemen auf der anderen. Für Anleger dürfte vor allem der Ausgang der britischen Gespräche interessant werden — der europäische Markt für GLP-1-Präparate steckt voller Potenzial, das ohne passende Erstattungsregelungen schwer zu heben ist.

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