RWE setzt ein deutliches Zeichen für die Energiewende: In Lingen entsteht Deutschlands größter Batteriespeicher. Mit 400 Megawatt Leistung und 800 Megawattstunden Kapazität realisiert der Konzern eines der ambitioniertesten Speicherprojekte des Landes. Die Anlage soll ab 2028 helfen, Schwankungen bei Wind- und Solarstrom auszugleichen – ein kritischer Baustein für die Netzstabilität.

Die wichtigsten Fakten im Überblick:

  • Leistung: 400 Megawatt
  • Kapazität: Mindestens 800 Megawattstunden
  • Standort: Lingen (ehemaliges Acrylfaserwerk)
  • Inbetriebnahme: 2028 geplant
  • Status: Größter Batteriespeicher Niedersachsens

Strategischer Schachzug im Speichermarkt

Das Projekt fällt in eine Phase des Rekordzubaus: Allein 2025 wurden in der EU Batteriespeicher mit 27,1 Gigawattstunden neu installiert. RWE positioniert sich mit der Lingener Anlage als Schlüsselakteur in diesem wachsenden Segment.

Die Wahl des Standorts ist pragmatisch: Auf dem Gelände der ehemaligen Produktionsstätte existiert bereits Infrastruktur. Die Anlage soll künftig überschüssigen Strom aus erneuerbaren Quellen aufnehmen und bei Bedarf wieder ins Netz einspeisen.

Politischer Gegenwind voraus

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Rwe?

Während RWE die Speicherkapazitäten ausbaut, verschärft sich das regulatorische Umfeld. Die geplante EEG-Reform könnte Differenzverträge und Mechanismen zur Abschöpfung von Übergewinnen bringen. Zudem sinkt die Einspeisevergütung für neue Anlagen ab Februar um ein Prozent.

RWE-Chef Markus Krebber hatte zuletzt auch den schleppenden Bau neuer Gaskraftwerke kritisiert – ein Hinweis darauf, dass der Konzern parallel mehrere Technologiepfade verfolgt.

Analysten bleiben optimistisch

Die Aktie schloss die Woche bei 53,52 Euro und erreichte damit ein neues 52-Wochen-Hoch. Analysten bewerten die Perspektiven weiterhin positiv: Barclays nannte Ende Januar ein Kursziel von 60 Euro, Jefferies empfiehlt den Titel mit einem Ziel von 61 Euro zum Kauf.

Mit dem Lingener Projekt unterstreicht RWE seine Ambition, nicht nur Erzeuger, sondern auch Stabilisator im Energiesystem zu werden. Ob sich die hohen Investitionen rechnen, hängt maßgeblich von der künftigen Ausgestaltung des Strommarktes ab.

Anzeige

Rwe-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Rwe-Analyse vom 31. Januar liefert die Antwort:

Die neusten Rwe-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Rwe-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 31. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Rwe: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...