Deutsche Telekom Aktie: Luftschlösser geplatzt?
Die Deutsche Telekom steckt in einem paradoxen Dilemma: Während das Unternehmen mit milliardenschweren KI-Partnerschaften und massiven Aktienrückkäufen aufwartet, stürzt die Aktie Richtung Jahrestief. Was läuft hier schief - und könnte die Quartalszahlen am Donnerstag die Wende bringen?
Massive Rückkäufe gegen den Abwärtstrend
Das Unternehmen geht in die Offensive - und kauft sich selbst. In der ersten Novemberwoche griff die Telekom tief in die Tasche:
- 1,9 Millionen eigene Aktien für 51,5 Millionen Euro aufgekauft
- Durchschnittspreis: 26,61 Euro je Aktie
- Gesamt seit Oktober: Über 250 Millionen Euro investiert
- Tägliches Volumen: Rund 385.000 Aktien
Das ist kein Tropfen auf den heißen Stein: Die Telekom setzt ihr 2-Milliarden-Rückkaufprogramm konsequent um. Doch der Kurs zeigt sich davon unbeeindruckt und pendelt bedenklich nahe am 52-Wochen-Tief von 26,45 Euro.
Nvidia-Partnerschaft: KI-Offensive für eine Milliarde
Parallel zu den Rückkäufen verkündete der Konzern einen Paukenschlag: Eine strategische Allianz mit KI-Riesen Nvidia. Das gemeinsame Projekt "AI Factory" in München bringt Investitionen von einer Milliarde Euro mit sich.
Die geplante "Industrial AI Cloud" soll Deutschlands KI-Rechenleistung um satte 50 Prozent steigern. Mit über 1.000 Nvidia DGX B200-Systemen und bis zu 10.000 Blackwell-GPUs entsteht hier eine der leistungsstärksten KI-Infrastrukturen Europas. Der Start ist für Anfang 2026 geplant.
Doch die Frage drängt sich auf: Warum lassen sich Anleger von diesen positiven Nachrichten nicht beeindrucken?
Quartalszahlen als entscheidender Test
Am Donnerstag werden die Q3-Zahlen zum Lackmustest. Die Erwartungen sind hoch: Analysten rechnen mit einem bereinigten EBITDA von über 45 Milliarden Euro für 2025. Das wäre eine deutliche Steigerung gegenüber den 43 Milliarden Euro im Vorjahr.
Die technischen Signale sprechen derweil eine klare Sprache: "Strong Sell" lautet die Bewertung basierend auf gleitenden Durchschnitten. Die Aktie notiert deutlich unter ihren wichtigen Durchschnitten:
- 7,4% unter dem 50-Tage-Durchschnitt
- fast 15% unter dem 200-Tage-Durchschnitt
- 25% vom Jahreshoch entfernt
Analysten halten trotzdem die Nerven
Während der Kurs stürzt, bleiben die Profis erstaunlich gelassen. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 38,07 Euro - das entspricht einem Aufwärtspotenzial von über 40 Prozent. Deutsche Bank hält an 42 Euro fest, Barclays sieht 40 Euro als realistisch an.
Kann die Telekom mit den Quartalszahlen am Donnerstag den Abwärtstrend durchbrechen? Die Milliarden-Investitionen in KI und die massiven Eigenkäufe sprechen eine klare Sprache - jetzt muss nur noch der Kurs folgen.
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