BASF Aktie: Stürmische Aussichten?
Der Chemieriese stemmt sich massiv gegen die Krise. Während BASF einerseits die Preise für bestimmte Produkte kräftig anhebt, enttäuscht der Konzern gleichzeitig mit einem schwachen Ausblick für das laufende Geschäftsjahr. Anleger fragen sich: Reichen die radikalen Sparmaßnahmen aus, um den strukturellen Gegenwind und die fehlende Markterholung zu kompensieren?
Preiserhöhungen als Margenschutz
Um den anhaltenden Kostendruck abzufedern, greift das Management in Ludwigshafen zu einer direkten Maßnahme. Weltweit werden die Preise für Kunststoffadditive – dazu zählen Antioxidantien und Lichtstabilisatoren – um bis zu 20 Prozent angehoben. Dieser Schritt soll die Margen in einem schwierigen Marktumfeld sichern, dürfte aber allein nicht ausreichen, um die Bilanz zu stabilisieren.
Prognose verfehlt Erwartungen
Denn der Blick in die Zukunft fällt ernüchternd aus. Für das Gesamtjahr 2026 prognostiziert BASF ein bereinigtes EBITDA von lediglich 6,2 bis 7,0 Milliarden Euro. Der Mittelwert dieser Spanne liegt mit 6,6 Milliarden Euro spürbar unter der Markterwartung von 7,0 Milliarden Euro.
CEO Markus Kamieth rechnet kurzfristig weder mit einer konjunkturellen Belebung noch mit einer Entspannung der geopolitischen Lage. Besonders im ersten Quartal belastet ein Währungsgegenwind von rund 200 Millionen Euro das Ergebnis. Die Aktie notiert aktuell bei 46,27 Euro und damit gut 14 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch.
Massive Einschnitte bei Kosten und Personal
Die Antwort auf die Flaute ist ein striktes Sparprogramm. Bis Ende 2026 sollen die jährlichen Kosten um 2,3 Milliarden Euro sinken. Das geht mit tiefen Einschnitten einher: Nach dem Abbau von bereits 4.800 Stellen folgen weitere Kürzungen in Verwaltung und IT sowie Verlagerungen in kostengünstigere Hubs nach Indien und Malaysia.
Auch bei den Investitionen wird der Rotstift angesetzt. Das Budget für die kommenden Jahre schrumpft um 20 Prozent auf 13 Milliarden Euro. Parallel dazu treibt der Konzern den Umbau des Portfolios voran: Das Geschäft mit optischen Aufhellern wurde bereits verkauft, die Lacksparte soll im zweiten Quartal folgen. Die Agrarsparte wird zudem für einen möglichen Börsengang bis 2027 vorbereitet.
Dividende wackelt fundamental
Zwar hält BASF die Dividende für das abgelaufene Jahr stabil bei 2,25 Euro, doch die Finanzierung wirft Fragen auf. Der Free Cashflow von rund 1,34 Milliarden Euro deckt die Ausschüttungssumme von knapp 2 Milliarden Euro nicht ab. Zwar konnte der Nettogewinn durch einen Sonderertrag aus Staatsgarantien gesteigert werden, operativ sank das Ergebnis jedoch deutlich.
BASF befindet sich in einer kritischen Übergangsphase. Ob der massive Konzernumbau erfolgreich ist, wird davon abhängen, ob die Kostensenkungen schneller greifen als die Nachfrage – insbesondere in China – wegbricht. Die kommenden Quartalszahlen werden zeigen müssen, ob die Bodenbildung bei den Gewinnen tatsächlich erreicht ist.
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