Siemens Energy startet ein Aktienrückkaufprogramm über bis zu 2 Milliarden Euro und rückt gleichzeitig in den Stoxx Europe 50 auf. Die doppelte Kapitalmaßnahme folgt auf ein Rekordquartal mit verdoppeltem Gewinn und einem Auftragsbestand von 146 Milliarden Euro. Doch während das Kerngeschäft boomt, bleibt ein Problemfeld bestehen.

Rückkauf und Indexaufstieg setzen Impulse

Seit dem 4. März läuft das Rückkaufprogramm, das bis Ende September bis zu 70 Millionen Aktien vom Markt nehmen kann. CEO Christian Bruch hatte bereits auf der Hauptversammlung eine umfassendere Strategie skizziert: Bis Ende des Geschäftsjahres 2028 sollen insgesamt bis zu 6 Milliarden Euro an die Aktionäre zurückfließen – kombiniert aus Dividenden und Rückkäufen.

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Parallel dazu ersetzt Siemens Energy ab dem 23. März den Spirituosenhersteller Diageo im Stoxx Europe 50. Die Aufnahme erfolgt über die Fast-Entry-Regel und spiegelt die gestiegene Marktkapitalisierung von rund 132 Milliarden Euro wider. Für physisch replizierende ETFs bedeutet dies Umschichtungen in Milliardenhöhe – zusätzliche Nachfrage ist programmiert.

Rekordquartal treibt die Offensive

Die Kapitalmaßnahmen basieren auf starken operativen Zahlen. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026 kletterte der Auftragseingang auf 17,6 Milliarden Euro – ein Plus von rund einem Drittel gegenüber dem Vorjahr. Das Highlight: 102 gebuchte Gasturbinen, das stärkste Quartalsergebnis in der Unternehmensgeschichte. Der Umsatz wuchs um 12,8 Prozent auf 9,7 Milliarden Euro.

Besonders dynamisch entwickelte sich das Segment Grid Technologies mit einem Zuwachs von 26,9 Prozent. Die Umsätze mit Hyperscalern haben sich auf über 2 Milliarden Euro mehr als verdoppelt – getrieben von KI-Rechenzentren mit enormem Energiebedarf. Der bereinigte Gewinn sprang von 481 Millionen auf 1,16 Milliarden Euro.

Nach Jahren ohne Ausschüttung stimmten auf der Hauptversammlung am 26. Februar 99,99 Prozent der Aktionäre für eine Dividende von 0,70 Euro je Aktie. Möglich wurde dies durch die vorzeitige Rückzahlung der deutschen Staatsgarantie.

Gamesa: Fortschritt, aber noch kein Durchbruch

Die Windkrafttochter Siemens Gamesa bleibt der Wermutstropfen. Nach einem Gesamtjahresverlust von 1,36 Milliarden Euro schrumpfte das Minus im ersten Quartal 2026 auf 46 Millionen Euro. Das Ziel, im laufenden Geschäftsjahr die Gewinnschwelle zu erreichen, rückt näher – doch die Diskussionen bleiben. Während der US-Aktivist Ananym eine Trennung fordert, stärken institutionelle Investoren wie DWS und Union Investment dem Management den Rücken.

Ambitionierte Margenziele bis 2028

Für das Geschäftsjahr 2026 peilt Siemens Energy ein Umsatzwachstum von 11 bis 13 Prozent an. Die bereinigte Gewinnmarge soll auf 9 bis 11 Prozent steigen, der Nettogewinn auf 3 bis 4 Milliarden Euro. Mittelfristig hat das Management sein Margenziel für 2028 auf 14 bis 16 Prozent angehoben – deutlich über dem früheren Ziel von 10 bis 12 Prozent.

Parallel investiert der Konzern massiv in Kapazitätserweiterungen: Im Geschäftsjahr 2025 entstanden sieben neue Fabriken und 4.000 Arbeitsplätze. Für 2026 sind Investitionen von rund 3,5 Milliarden Euro in Standorte sowie Forschung und Entwicklung geplant. Hinzu kommt ein 1-Milliarden-Dollar-Programm für US-Standorte inklusive 1.500 neuer Stellen.

Am 12. Mai 2026 folgen die nächsten Quartalszahlen. Dann wird sich zeigen, ob die Erholung bei Gamesa nachhaltig trägt und ob die starke Nachfrage aus dem KI-getriebenen Rechenzentrumsgeschäft anhält.

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