Bei BioNTech laufen diese Woche mehrere Fäden zusammen: Am Montag legt das Unternehmen die Zahlen für 2025 vor – und parallel rückt ein neuer Patentstreit mit Moderna in den Fokus. Genau diese Mischung aus Bilanz, Pipeline und Rechtsrisiken macht die kommenden Tage so wichtig. Worauf kommt es jetzt an?

Zahlen am 10. März: Erster Blick nach CureVac

BioNTech veröffentlicht am 10. März 2026 die Ergebnisse für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 und will sie in einer Telefonkonferenz inklusive Unternehmens-Update einordnen. Es sind die ersten vollständigen Jahreszahlen, seit BioNTech seine Onkologie-Ambitionen spürbar ausgebaut und den CureVac-Deal abgeschlossen hat.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei BioNTech?

In den letzten Monaten stellte das Management vor allem zwei Punkte heraus: Fortschritte in der Onkologie – inklusive ermutigender Phase-2-Daten zu pumitamig bei TNBC – und eine strategische Roadmap, die auf eine deutlich breitere Pipeline zielt. Gleichzeitig bleibt die finanzielle Ausgangslage ein zentraler Anker: Zum 31. Dezember 2025 meldete BioNTech 17,2 Mrd. Euro an Cash und Investments. Für 2025 hatte das Unternehmen die Umsatzprognose auf 2,6 bis 2,8 Mrd. Euro aktualisiert – und zugleich klargestellt, dass es für 2026 keine Onkologie-Produktumsätze erwartet.

Am Markt zeigt sich der Titel zuletzt eher zäh: Der Schlusskurs am Mittwoch lag bei 89,20 Euro.

Patentklage gegen Moderna: Es geht um mNEXSPIKE

Neben den Zahlen sorgt ein neuer juristischer Schritt für Aufmerksamkeit: BioNTech hat in den USA Patentverletzungsklage gegen Moderna eingereicht. Im Kern geht es um Modernas Covid-19-Impfstoff mNEXSPIKE. BioNTech argumentiert, das Produkt verletze mRNA-Impfstofftechnologie, die mindestens durch ein US-Patent geschützt sei.

Konkret dreht sich der Vorwurf um ein mRNA-Design, das laut Klageschrift nur Schlüsselbereiche des Spike-Proteins nutzt – statt der vollständigen Länge. Brisant ist dabei auch die wirtschaftliche Dimension: Nach BioNTechs Darstellung erwartet Moderna, dass mNEXSPIKE in der Atemwegssaison 2025/2026 rund 55% der Covid-19-Impfstoffumsätze des Unternehmens ausmachen könnte. Das unterstreicht, warum der Streit für beide Seiten mehr ist als ein Randthema.

Der Fall fällt in eine Phase, in der das mRNA-Feld ohnehin von IP-Konflikten geprägt ist. Genannt werden unter anderem laufende Auseinandersetzungen um LNP-Technologie sowie weitere Klagen zwischen Moderna und Pfizer/BioNTech. Zusätzlich zeigt ein frisch bekannt gewordener Vergleich in der Branche, wie hoch die finanziellen Einsätze inzwischen sind: Moderna stimmte einer Zahlung von bis zu 2,25 Mrd. US-Dollar zu, um Patentansprüche von Roivant beizulegen.

Onkologie 2026: Datenpunkte statt Visionen

Strategisch soll 2026 bei BioNTech zum Jahr werden, in dem die Onkologie-Pläne mit belastbaren Studiendaten untermauert werden. Das Unternehmen skizzierte Prioritäten wie die Beschleunigung spätklinischer Programme, Kombinationstherapien und einen Fokus auf mehrere Krebsfelder. Bis Ende 2026 peilt BioNTech 15 Phase-3-Studien an. Für 2026 stehen sieben spätklinische Daten-Readouts auf dem Plan, von denen laut Einordnung fünf potenziell zulassungsrelevant sind.

Operativ unterfüttert BioNTech die Wachstumsphase auch personell: Seit dem 1. März 2026 ist Kylie Jimenez als neu geschaffene Chief People Officer im Vorstand, um die Personalstrategie für das Ziel einer Multi-Produkt-Onkologiegesellschaft zu führen.

Am 10. März dürfte sich der Fokus daher auf zwei Punkte bündeln: Was sagt das Management zur weiteren finanziellen Planung (inklusive Umsatzrahmen und Erwartungen für 2026) – und wie konkret wird der Fahrplan für die Onkologie-Daten 2026 und den Patentstreit um mNEXSPIKE in der Ergebnis-Telefonkonferenz adressiert.

BioNTech-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue BioNTech-Analyse vom 05. März liefert die Antwort:

Die neusten BioNTech-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für BioNTech-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 05. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

BioNTech: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...