Künstliche Intelligenz soll bei der Deutschen Telekom nicht nur ein Buzzword bleiben, sondern direkt ins Netz und in den Alltag der Kunden wandern. Auf dem Mobile World Congress in Barcelona rückt der Konzern „Magenta AI“ ins Zentrum – und liefert gleichzeitig Zahlen, die den selbstbewussten Ausblick für 2026 untermauern. Wie greifbar wird diese KI-Strategie schon 2026 für das operative Geschäft?

Zuletzt schloss die Aktie am Montag bei 33,14 Euro. Auf 30 Tage steht damit ein Plus von 14,87% zu Buche – ein Hinweis, dass der Markt den Mix aus Wachstum, Kapitalrückflüssen und Technologieagenda aktuell honoriert.

MWC: KI wird zum Produkt – und zum Netz-Werkzeug

In Barcelona zeigt die Telekom KI-Dienste entlang der gesamten Wertschöpfung: vom Kundenerlebnis bis zum Netzbetrieb. Unter dem Motto „Magenta AI at Scale. Human at Heart“ geht es darum, KI nicht „daneben“ zu betreiben, sondern fest in Produkte und Prozesse einzubauen.

Im Fokus steht der „Magenta AI Call Assistant“ als Weltpremiere. Die KI soll Teil des Telefonats selbst werden – in Echtzeit, ohne zusätzliche Apps oder spezielle Hardware. Entwickelt wurde der Assistent in Partnerschaft mit ElevenLabs. Aktiviert wird er per „Hey Magenta“, anschließend unterstützt er direkt im laufenden Gespräch. Der Rollout für Kunden in Deutschland ist noch für dieses Jahr geplant; innerhalb der nächsten zwölf Monate soll die Lösung bis zu 50 Sprachen unterstützen. Wichtig dabei: Gesprächsinhalte werden laut Telekom nur nach expliziter Aktivierung verarbeitet – ohne Aktivierung sollen keine Inhalte gespeichert oder analysiert werden.

Für den Netzbetrieb bringt der Konzern mit MINDR ein Multi-Agenten-System, entwickelt mit Google Cloud und basierend auf Google-Gemini-Modellen. Es soll das Netz kontinuierlich überwachen, Risiken prognostizieren und automatisch Gegenmaßnahmen einleiten, bevor Kunden etwas merken. Das ist weniger „Show“ als Effizienzthema – und damit potenziell relevant für Qualität und Kosten.

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Starlink ab 2028 – und ein starkes 2025 als Basis

Zusätzlich kündigt die Telekom eine Kooperation mit Starlink an: Ab 2028 soll in Europa Satelliten-to-Mobile-Konnektivität starten, um die letzten Versorgungslücken zu schließen, wenn das terrestrische Netz nicht verfügbar ist. Geplant ist der Start in mehreren europäischen Telekom-Märkten, darunter Deutschland. Laut Starlink ist es die erste Vereinbarung dieser Art in Europa mit der V2-Technologie der nächsten Generation.

Dass der Konzern diese Roadmap mit breiter Brust präsentiert, liegt auch an den Jahreszahlen 2025: Der Umsatz lag bei 119,1 Mrd. Euro (organisch +4,2%). Das bereinigte EBITDA AL stieg organisch auf 44,2 Mrd. Euro (+4,7%); in konstanten Wechselkursen wurden 45,5 Mrd. Euro erreicht und damit die Guidance (rund 45,3 Mrd. Euro) übertroffen. Auch beim Free Cashflow AL lag die Telekom mit 20,2 Mrd. Euro leicht über dem Ziel von 20,1 Mrd. Euro.

Treiber bleibt T-Mobile US: Die Service-Umsätze stiegen 2025 um 7,8% auf 71,3 Mrd. US-Dollar. Dazu kamen 7,8 Mio. neue Postpaid-Verträge. Im Februar 2026 stockte die Telekom ihren Anteil an der US-Tochter auf 52,8% auf – und hängt damit noch stärker an den Cashflows aus Übersee.

In Deutschland zeigt sich ein gemischtes Bild: Der Gesamtumsatz sank leicht um 0,4% auf 25,6 Mrd. Euro (unter anderem wegen niedrigerer Geräteverkäufe). Der Service-Umsatz wuchs organisch 1,1%, das bereinigte operative Ergebnis stieg 1,7% auf 10,7 Mrd. Euro. Beim Glasfaser-Ausbau meldete die Telekom 2,5 Mio. neue Anschlüsse 2025; erreichbar sind 12,6 Mio. Haushalte. Bis 2030 sollen es mindestens 25 Mio. werden, außerdem wurde die Marke von 2 Mio. FTTH-Kunden überschritten.

Dividende, Rückkauf, Ausblick: Der Rahmen für 2026

Für 2025 will die Telekom eine Dividende von 1,00 Euro je Aktie vorschlagen, 11% mehr als im Vorjahr. Die Ausschüttung soll aus dem steuerlichen Einlagekonto erfolgen; als Auszahlungstermin ist – vorbehaltlich HV-Zustimmung – der 8. April 2026 vorgesehen. Parallel läuft 2026 ein Aktienrückkaufprogramm von bis zu 2 Mrd. Euro; seit Jahresbeginn wurden bereits mehr als 10 Mio. Aktien zurückgekauft.

Die Guidance 2026 setzt den nächsten Zielpunkt: bereinigtes EBITDA AL rund 47,4 Mrd. Euro, Free Cashflow AL etwa 19,8 Mrd. Euro und ein bereinigtes Ergebnis je Aktie von rund 2,20 Euro (währungsbereinigt etwa +10%).

Konkrete nächste Fixpunkte sind die Hauptversammlung am 1. April 2026 sowie die Q1-Zahlen am 13. Mai 2026 – dort wird sich zeigen, wie stabil die operative Entwicklung in den neuen KI- und Investitionsrahmen hineinläuft.

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