Trotz eines laufenden Aktienrückkaufprogramms und einer angekündigten Rekorddividende findet die T-Aktie keinen Boden. Während das US-Geschäft boomt, sorgt die Schwäche im Heimatmarkt für massive Verunsicherung bei den Anlegern. Der Kurs notiert mit 27,22 Euro nur noch knapp über dem 52-Wochen-Tief – bietet dieses Bewertungsniveau nun eine Gelegenheit oder fangen Anleger in ein fallendes Messer?

Hier sind die wichtigsten Fakten zur aktuellen Lage:

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  • Rückkaufprogramm: Volumen bis zu 2 Milliarden Euro gestartet.
  • Dividende: Erhöhung auf 1,00 Euro je Aktie (ca. 3,6 % Rendite).
  • Kursentwicklung: Rund 24 % unter dem 52-Wochen-Hoch.
  • Bewertung: KGV von ca. 11 mit hohem Analysten-Upside.

Milliardenprogramm gegen den Abwärtstrend

Der Bonner Konzern steuert aktiv gegen den Kursverfall. Seit dem 5. Januar 2026 läuft das neue Rückkaufprogramm, über das bis zu 2 Milliarden Euro an die Aktionäre zurückfließen sollen. Allein in den ersten zehn Januartagen erwarb das Unternehmen rund 1,9 Millionen eigene Anteile zu einem Durchschnittskurs von etwa 27,70 Euro.

Die Maßnahme dient überwiegend der Einziehung von Aktien, um Verwässerungseffekte früherer Kapitalmaßnahmen auszugleichen. Dennoch konnte die Kaufkraft des Konzerns den jüngsten Rutsch unter die 50-Tage-Linie bei 27,70 Euro nicht verhindern. Der Markt ignoriert derzeit die technische Unterstützung durch das Unternehmen und fokussiert sich auf operative Sorgen.

Heimatmarkt als Bremsklotz

Die Diskrepanz zwischen dem starken US-Geschäft und der Performance in Deutschland ist der zentrale Belastungsfaktor. Während die Tochter T-Mobile US weiterhin als Wachstumsmotor fungiert, offenbarten die Zahlen zum dritten Quartal 2025 Risse im heimischen Fundament. Der Umsatz in Deutschland sank im Jahresvergleich um 2 Prozent, begleitet von einem rückläufigen EBITDA.

Besonders das geringe Wachstum im Festnetzbereich von unter 0,5 Prozent alarmiert Investoren, da dieser Sektor traditionell als stabile Cashcow gilt. Zusätzlich stieg die Nettoverschuldung (ohne Leasing) um 5 Milliarden Euro an, wenngleich die Ratingagentur Moody's die Bonität des Konzerns kürzlich auf A3 anhob und damit die finanzielle Stabilität bestätigte.

Analysten sehen deutliches Potenzial

Die aktuelle Korrektur hat die Bewertung der Aktie auf ein Niveau gedrückt, das viele Marktbeobachter als attraktiv einstufen. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von rund 11 ist das Papier historisch günstig bewertet. Analysten beziffern das durchschnittliche Kursziel auf 37,47 Euro, was vom aktuellen Niveau aus einem Kurspotenzial von über 35 Prozent entspricht. Auch die UBS bestätigte zuletzt ihr Ziel von 35,70 Euro.

Zusätzlich setzt der Konzern strategische Impulse im Gesundheitssektor. Mit der Ernennung von Uwe Heckert zum COO für den neu geschaffenen Healthcare-Bereich und der KI-Partnerschaft mit OpenAI versucht die Telekom, neue Umsatzquellen jenseits des klassischen Telekommunikationsgeschäfts zu erschließen.

Entscheidend für eine nachhaltige Trendwende wird der 26. Februar 2026 sein. An diesem Datum präsentiert der Konzern die Jahreszahlen für 2025. Sollte das Management hier eine Stabilisierung des Deutschland-Geschäfts nachweisen können, dürfte der Fokus der Anleger wieder auf die günstige Bewertung und die Dividendenrendite rücken.

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