Die Deutsche Pfandbriefbank hat 2025 einen tiefen Einschnitt hinter sich — und arbeitet jetzt daran, das Kapitel US-Rückzug endgültig zu schließen. Am 23. März erscheint der vollständige Geschäftsbericht, der erstmals alle Details zur strategischen Neuausrichtung liefert. Der Markt wartet gespannt auf die Zahlen.

Verlustjahr mit operativen Lichtblicken

Der Rückzug aus dem US-Geschäft hat seinen Preis. Unter dem Strich stand für 2025 ein Verlust von 284 Millionen Euro — nach einem Gewinn von 90 Millionen Euro im Vorjahr. Der Haupttreiber: Die Risikovorsorge für faule Kredite kletterte von 170 auf 410 Millionen Euro, wovon allein 334 Millionen auf das US-Geschäft und die Projektfinanzierung entfielen.

Auf der anderen Seite zeigt das Kerngeschäft Substanz. Das Neugeschäft mit Krediten wuchs um fast ein Viertel auf 6,3 Milliarden Euro. Die Verwaltungskosten sanken trotz laufender Umbauinvestitionen auf 236 Millionen Euro. Und die Kapitalausstattung bleibt solide: Die CET1-Quote verbesserte sich auf 14,9 Prozent.

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Neues Geschäftsfeld, neue Führung

Ein strategisch bedeutsamer Schritt war die Übernahme der Deutsche Investment Gruppe, die zum 5. Januar abgeschlossen wurde. Das Unternehmen verwaltet rund 3 Milliarden Euro und bringt ein breites Netzwerk institutioneller Anleger mit. Für 2026 erwartet die pbb dadurch erstmals einen nennenswerten Provisionsüberschuss — ein Ertragskanal, der bislang kaum eine Rolle spielte.

Parallel vollzieht sich ein Führungswechsel im wichtigsten Geschäftsbereich: Barkha Mehmedagic, zuletzt bei der ING Deutschland für die gewerbliche Immobilienfinanzierung in Deutschland, Österreich und Tschechien zuständig, übernahm am 1. März die Verantwortung für Real Estate Finance Solutions. Spätestens am 1. Juli soll sie das Vorstandsressort vollständig von Thomas Köntgen übernehmen, der nach über zehn Jahren auf eigenen Wunsch ausscheidet.

Ziele nach hinten verschoben

Für 2026 plant das Management ein Vorsteuerergebnis zwischen 30 und 40 Millionen Euro — eine verhaltene Rückkehr in die Gewinnzone. Dass die ursprünglichen Mittelfristziele nach hinten verschoben wurden, spiegelt die Lage am europäischen Gewerbeimmobilienmarkt wider: Die erhoffte Erholung verläuft zögerlicher als erwartet. Die Zielmarke von 600 Millionen Euro operativen Erträgen und einem RoTE von 8 Prozent ist nun erst für 2028 angepeilt — ein Jahr später als bislang kommuniziert.

Der vollständige Geschäftsbericht am 23. März wird zeigen, ob die Detailzahlen das skizzierte Bild bestätigen. Auf der Hauptversammlung am 21. Mai steht dann auch die Dividendenfrage auf der Tagesordnung — nach einem Nulljahr 2025 dürfte die Erwartungshaltung der Aktionäre entsprechend gering sein.

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