Am heutigen Montag legt die Deutsche Pfandbriefbank die vollständigen Zahlen für ein historisch schwaches Geschäftsjahr auf den Tisch. Während der massive Verlust durch das US-Geschäft bereits bekannt war, richtet sich der Blick der Anleger nun auf die verhaltenen Prognosen für die Zukunft. Der erhoffte schnelle Turnaround rückt damit in weite Ferne.

Tiefe Spuren in der Bilanz

Der nun veröffentlichte Geschäftsbericht für 2025 dokumentiert die Belastungen im Detail. Ein Fehlbetrag von 284 Millionen Euro steht unter dem Strich, angetrieben von einer drastisch erhöhten Risikovorsorge. Diese kletterte auf 410 Millionen Euro, wobei allein 334 Millionen Euro auf das US-Geschäft entfielen. Folgerichtig strich das Management die Dividende für das abgelaufene Jahr komplett.

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Auch der Blick nach vorn liefert wenig Grund zur Euphorie. Für das laufende Jahr stellt Vorstandschef Kay Wolf lediglich einen Vorsteuergewinn zwischen 30 und 40 Millionen Euro in Aussicht. Branchenexperten hatten im Vorfeld mit rund 100 Millionen Euro mehr gerechnet. Als Grund für diese deutliche Abweichung nennt die Führungsebene eine zögerliche Erholung der europäischen Gewerbeimmobilienmärkte.

Strategieumbau und prominente Käufer

Wegen der anhaltenden Marktschwäche verschiebt die Bank ihre bisherigen Mittelfristziele von 2027 auf 2028 oder später. Den strategischen Umbau flankiert ein personeller Wechsel: Barkha Mehmedagic, zuvor bei der ING Deutschland, soll bis spätestens Juli in den Vorstand aufrücken und das Ressort für gewerbliche Immobilienfinanzierung übernehmen.

Trotz der fundamentalen Probleme und eines Kursverlusts von 27,32 Prozent seit Jahresbeginn positionieren sich erste Großinvestoren. Die US-Investmentbank Goldman Sachs baute ihre Stimmrechte zuletzt über Finanzinstrumente auf 6,06 Prozent aus. Am Aktienmarkt reagieren Anleger am Montag erfreut auf die endgültige Klarheit der Zahlen: Der Kurs legt um 7,22 Prozent auf 3,03 Euro zu und setzt sich damit etwas vom jüngsten 52-Wochen-Tief ab.

Mit dem vorliegenden Zahlenwerk sind die Altlasten des US-Geschäfts vorerst transparent gemacht. Die nächste wichtige Hürde bildet nun die Hauptversammlung am 21. Mai 2026. Bis dahin müssen Vorstandschef Wolf und sein erneuertes Team beweisen, dass das verbleibende europäische Portfolio keine weiteren negativen Überraschungen birgt und das für 2026 anvisierte Neugeschäft von bis zu 8,5 Milliarden Euro profitabel realisiert werden kann.

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