Der US-Rückzug hat die Deutsche Pfandbriefbank teuer zu stehen gekommen. Aus einem Gewinn von 90 Millionen Euro im Vorjahr wurde 2025 ein Verlust von 284 Millionen Euro — ein Ausmaß, das Anleger und Analysten gleichermaßen überrascht hat.

Wie tief das US-Debakel wirklich geht

Der Kern des Problems liegt in der Risikovorsorge: Sie stieg von 170 auf 410 Millionen Euro, davon entfielen 334 Millionen Euro direkt auf das US-Engagement und die Projektfinanzierung. Die Bank hatte ihr Geschäft mit US-Gewerbeimmobilien kurz vor der Corona-Pandemie ausgebaut — zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Hohe Büroleerstandsquoten, gesunkene Immobilienpreise und der strukturelle Wandel hin zu Homeoffice haben den Markt seither belastet.

Für die Aktionäre folgte eine weitere schmerzhafte Konsequenz: Die Dividende fällt aus. Nach 0,15 Euro je Aktie für 2024 gibt es für das abgelaufene Jahr nichts. Die Rendite auf das materielle Eigenkapital lag bei minus 10,6 Prozent.

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Prognose deutlich unter Erwartungen

Für 2026 stellt Vorstandschef Kay Wolf ein Konzernergebnis vor Steuern zwischen 30 und 40 Millionen Euro in Aussicht — Branchenexperten hatten im Schnitt rund 100 Millionen Euro mehr erwartet. Die verhaltene Prognose begründet Wolf mit einer zögerlicheren Erholung der europäischen Gewerbeimmobilienmärkte als ursprünglich angenommen.

Beim Neugeschäft zeigt sich zumindest eine positive Tendenz: 2025 stieg es um knapp ein Viertel auf rund 6,3 Milliarden Euro. Für 2026 peilt das Management einen weiteren Anstieg auf 7,5 bis 8,5 Milliarden Euro an.

Die strategischen Mittelfristziele hat Wolf jedoch erneut nach hinten verschoben — von 2027 auf 2028 oder später. „Die Transformation der Bank erfordert aufgrund des US-Exits und der schleppenden Markterholung mehr Zeit, als wir ursprünglich erwartet haben", ließ er verlauten.

Geschäftsbericht als nächste Wegmarke

Am 23. März legt die pbb ihren vollständigen Geschäftsbericht 2025 vor. Dort wird sich im Detail zeigen, ob die massiven Abschreibungen tatsächlich als abschließender Sondereffekt einzustufen sind oder ob weitere Belastungen drohen. Die Aktie notiert rund 37 Prozent unterhalb ihres 200-Tage-Durchschnitts — ein Niveau, das den anhaltenden Vertrauensverlust der vergangenen Monate widerspiegelt. Die Hauptversammlung am 21. Mai dürfte dann zur nächsten Bewährungsprobe für das Management werden.

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