Deutsche Pfandbriefbank Aktie: Fehlstart möglich?
Minus 284 Millionen Euro – so lautet die bittere Bilanz der Deutschen Pfandbriefbank für 2025. Ein Jahr zuvor stand noch ein Gewinn von 90 Millionen in den Büchern. Der Ausstieg aus dem US-Geschäft hat die Bank tief in die roten Zahlen gerissen und die Aktionäre auf eine längere Durststrecke eingestellt.
Die Zahlen wurden heute in Garching bei München vorgelegt und bestätigen die düsteren Erwartungen. Bereits Mitte Februar hatte die pbb einen Vorsteuerverlust von 250 Millionen Euro angekündigt – hauptsächlich verursacht durch den Rückzug aus den USA. Was damals noch Prognose war, ist nun Realität.
Faule Kredite treiben Rückstellungen hoch
Besonders ins Gewicht fallen die drastisch gestiegenen Abschreibungen und Rückstellungen: Von 170 Millionen im Vorjahr schnellten sie auf 410 Millionen Euro hoch. Allein 334 Millionen davon entfallen auf das US-Geschäft und die Projektfinanzierung – ein teurer Abschied von einem Markt, der sich als Belastung erwiesen hat.
Die Probleme der Bank spiegeln sich auch in der verschobenen Zielerreichung wider. Vorstandschef Kay Wolf musste die Aktionäre bereits im Februar vertrösten: Die angepeilte Rendite auf das materielle Eigenkapital wird nun erst 2028 statt wie ursprünglich geplant 2027 erreicht. Ein Jahr Verzögerung, das bei Anlegern nicht gut ankommt.
Erholung lässt auf sich warten
Für 2026 gibt sich Wolf optimistisch, was das Neugeschäft betrifft. Man wolle "weiter an Fahrt aufnehmen" und die Ertragsdiversifikation vorantreiben. Doch die Realität sieht ernüchternd aus: Mit erwarteten Erträgen von 375 bis 425 Millionen Euro dürfte der Vorjahreswert von 422 Millionen eher unter- als übertroffen werden.
Der Wegfall der US-Erträge kann nur langsam kompensiert werden. Die schleppende Erholung an den Immobilienmärkten macht der Bank zu schaffen. Das wachsende Neugeschäft in Europa kann die Lücke vorerst nicht schließen. Entsprechend verhalten fällt die Prognose für den Vorsteuergewinn 2026 aus: Wolf rechnet lediglich mit 30 bis 40 Millionen Euro.
Die Börse reagiert ungehalten auf die bestätigten Hiobsbotschaften. Im XETRA-Handel gab die Aktie heute zeitweise 2,40 Prozent auf 3,18 Euro nach. Für Anleger bleibt die Deutsche Pfandbriefbank vorerst ein Sanierungsfall mit langem Atem.
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