Broadcom Aktie: Über 100 Milliarden in Sicht
Während die Märkte gestern von geopolitischen Spannungen und steigenden Ölpreisen belastet wurden, lieferte Broadcom nach Börsenschluss einen Lichtblick: Der Halbleiter-Riese legte Quartalszahlen vor, die selbst optimistische Erwartungen übertrafen. Doch das eigentliche Highlight kam vom CEO Hock Tan persönlich – seine Vision für 2027 lässt aufhorchen.
Der Konzern meldete für das abgelaufene erste Quartal (endete am 1. Februar 2026) einen Umsatzsprung von 29 Prozent auf 19,3 Milliarden Dollar. Unter dem Strich verdiente Broadcom 7,3 Milliarden Dollar – ein Plus von 34 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die bereinigte operative Marge lag bei beeindruckenden 68 Prozent.
KI-Offensive nimmt Fahrt auf
Besonders spektakulär: Die KI-bezogenen Umsätze haben sich mehr als verdoppelt. Für das laufende zweite Geschäftsquartal (bis Ende April) peilt Tan einen Gesamtumsatz von rund 22 Milliarden Dollar an – ein Anstieg von 47 Prozent zum Vorjahr. Analysten hatten im Schnitt nur 20,5 Milliarden erwartet. Allein mit KI-Chips sollen im laufenden Quartal 10,7 Milliarden Dollar erlöst werden.
Doch dann kam die Ansage, die aufhorchen lässt: Tan stellte für das Geschäftsjahr 2027 einen KI-Umsatz von über 100 Milliarden Dollar in Aussicht. Ein gewaltiger Sprung, wenn man bedenkt, dass Broadcom 2025 mit KI-Produkten erst 20 Milliarden Dollar umsetzte. "Wir haben auch die dafür erforderlichen Lieferketten gesichert", betonte der CEO während der Analystenkonferenz.
Direkter Angriff auf Nvidia
Mit dieser Offensive positioniert sich Broadcom zunehmend als Alternative zu Nvidia, dem bisherigen Platzhirsch bei KI-Beschleunigern. Während Nvidia weiterhin der größte Anbieter von KI-Chips für Training und Betrieb von KI-Modellen bleibt, punktet Broadcom mit maßgeschneiderten Halbleitern für spezifische Kundenanforderungen.
Die Analysten zeigen sich beeindruckt. Stacy Rasgon von Bernstein bescheinigte dem Quartal eine solide Performance, während James Schneider von Goldman Sachs den Ausblick als "sehr stark" bezeichnete – insbesondere die KI-Perspektiven überträfen die Erwartungen deutlich.
Als zusätzliches Signal des Vertrauens kündigte Broadcom Aktienrückkäufe im Volumen von bis zu zehn Milliarden Dollar an. Die Aktie reagierte prompt und legte im Donnerstagshandel um rund fünf Prozent zu, während die Gesamtmärkte unter Druck standen. Der Nasdaq 100 verlor 1,2 Prozent, der S&P 500 gab 1,3 Prozent ab.
Für das zweite Quartal erwartet Broadcom, dass rund 68 Prozent des Umsatzes als bereinigtes operatives Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen hängen bleiben – eine Marge, die selbst in der hochprofitablen Halbleiterbranche Seltenheitswert besitzt.
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