Der Rückzug aus den USA sollte die Deutsche Pfandbriefbank stabilisieren – doch er hat 2025 erst einmal ein tiefes Loch gerissen. Unter dem Strich steht ein Nettoverlust von 284 Mio. Euro, dazu fällt die Dividende aus. Die Aktie liegt am Freitag mit 3,03 Euro sogar auf einem neuen 52‑Wochentief.

Kann die Neuausrichtung auf Europa den Druck in den Zahlen 2026 spürbar lindern? Genau darauf zielt der vorsichtige Ausblick des Vorstands.

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US-Ausstieg drückt Ergebnis – Risikovorsorge schießt hoch

Der Kern der schlechten Jahreszahl ist schnell erklärt: Der Ausstieg aus dem US-Geschäft hat hohe Belastungen ausgelöst. Die Abschreibungen und Rückstellungen wegen Problemkrediten stiegen 2025 auf 410 Mio. Euro, nach 170 Mio. Euro im Vorjahr. Davon entfielen 334 Mio. Euro auf das US-Geschäft und die Projektfinanzierung.

Die Bank war kurz vor der Corona-Pandemie in den US‑Markt für Gewerbeimmobilien eingestiegen. Als Büros nach der Pandemie deutlich weniger gefragt waren, gerieten viele Immobilieninvestoren – und damit auch Kreditgeber – unter Druck. Der Rückzug beendet dieses Kapitel, aber er kostet.

Neugeschäft zieht an – Bestand schrumpft trotzdem

Operativ zeigt sich ein gemischtes Bild. Das Neugeschäft mit Krediten legte 2025 um fast ein Viertel auf 6,3 Mrd. Euro zu. Gleichzeitig schrumpfte der Kreditbestand wegen des US-Rückzugs: Ende 2025 standen noch 27,3 Mrd. Euro in den Büchern, 1,7 Mrd. Euro weniger als ein Jahr zuvor.

Beim Aufräumen blieb es zudem nicht beim US-Portfolio. Das Management bewertete auch Immobilienprojekte in Europa neu, um mögliche künftige Belastungen früh zu adressieren. Das wirkt vorsorglich – erhöht aber kurzfristig den Ergebnisdruck.

Dividende gestrichen, Ausblick 2026 bleibt vorsichtig

Für 2025 gibt es keine Dividende, nachdem für 2024 noch 0,15 Euro je Aktie gezahlt wurden. Auch das Renditeziel verschiebt sich: Statt 2027 soll die angestrebte Rendite auf das materielle Eigenkapital (RoTE) von 8% nun erst 2028 erreicht werden. Bis dahin sollen die Erträge auf rund 600 Mio. Euro steigen. 2025 lag die RoTE wegen des Verlusts bei -10,6%.

Für 2026 stellt der Vorstand eher kleinere Brötchen in Aussicht: Die Erträge sollen bei 375 bis 425 Mio. Euro liegen (nach 422 Mio. Euro im Vorjahr). Als Grund nennt das Management, dass das Neugeschäft in Europa den Wegfall der US-Kredite nur schrittweise ausgleichen kann. Beim Vorsteuergewinn erwartet die Bank 30 bis 40 Mio. Euro. Das Portfoliovolumen in der gewerblichen Immobilienfinanzierung soll zwischen 27 und 28 Mrd. Euro liegen.

Parallel läuft ein geplanter Wechsel im Vorstand: Barkha Mehmedagic ist seit 1. März 2026 an Bord und soll – vorbehaltlich der Genehmigung – zum 1. Juni 2026 das Ressort Real Estate Finance Solutions von Thomas Köntgen übernehmen. Dessen Amtszeit endet offiziell am 11. Mai 2026.

Im Kursbild spiegelt sich die Skepsis bereits wider: Nach einem Wochenminus von 15,13% und einem Monatsrückgang von 28,62% markierte die Aktie am Freitag bei 3,03 Euro ihr 52‑Wochentief (rund 50% unter dem 52‑Wochentop bei 6,11 Euro). Konkreter nächster Fixpunkt ist der 23. März 2026 – dann legt die pbb den vollständigen Geschäftsbericht für 2025 vor.

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