Deutsche Bank Aktie: Wichtiger Test
Die Deutsche-Bank-Aktie legt nach einer starken Zwölf-Monats-Rally eine Pause ein – ausgerechnet in einer Phase, in der das Institut seine Partnerschaft mit PayPal deutlich vertieft und wichtige Quartalszahlen vor der Tür stehen. Während der Kurs technisch konsolidiert, drehen im Hintergrund gleich mehrere Stellschrauben: Kooperation, Short-Positionen und die Erwartungen an den 29. Januar. Wie stabil ist der jüngste Aufwärtstrend wirklich?
Konsolidierung nach kräftigem Anstieg
Nach dem kräftigen Anstieg der vergangenen Monate wirkt der heutige Handelstag eher unspektakulär. Die Aktie bewegt sich mit rund 33,73 Euro nur minimal über dem Vortagesschluss und damit eng um den Bereich, in dem sich die Kurse zuletzt eingependelt haben.
Im größeren Bild zeigt sich jedoch ein anderer Eindruck:
- Die Aktie liegt rund 85 % über dem Niveau von vor zwölf Monaten.
- Gegenüber dem 52-Wochen-Tief bei 17,85 Euro ergibt sich ein Abstand von knapp 89 %.
- Vom 52-Wochen-Hoch bei 39,66 Euro ist der Titel aktuell etwa 15 % entfernt.
- Der Kurs notiert klar über dem 200-Tage-Durchschnitt (28,95 Euro), was den bestehenden Aufwärtstrend unterstreicht.
Charttechnisch bleibt das Bild damit positiv, auch wenn der Markt nach der Rally der vergangenen Monate momentan eher auf der Bremse steht. Als kurzfristig wichtige Marke gilt dabei die Zone um 33 Euro: Solange dieses Niveau auf Schlusskursbasis hält, bleibt das Setup konstruktiv. Ein Durchbruch darunter könnte Gewinnmitnahmen verstärken.
Ausgeweitete PayPal-Partnerschaft ohne Kurseffekt
Fundamental gab es in dieser Woche eine Meldung, die eigentlich Rückenwind liefern könnte: Die Deutsche Bank weitet ihre langjährige Zusammenarbeit mit PayPal deutlich aus. Im Zentrum stehen:
- eine stärkere Skalierung der Zahlungsabwicklung in den USA,
- zusätzliche Services in Europa sowie
- ein Ausbau der Zusammenarbeit im asiatisch-pazifischen Raum.
Ziele der Allianz sind eine höhere operative Effizienz im globalen Zahlungsverkehr und die Bündelung von Transaktionsvolumina. Kurz gesagt: mehr Geschäft über dieselbe technische Infrastruktur.
An der Börse sorgt diese Nachricht bislang allerdings kaum für Bewegung. Die ausbleibende positive Reaktion deutet darauf hin, dass viele Investoren die Effekte dieser Kooperation bereits im vorangegangenen Kursanstieg eingepreist haben. Die Meldung bestätigt damit eher das bestehende Bild, statt neue Fantasie zu entfachen.
Short-Positionen: Schneller Stimmungsumschwung
Ein Blick auf die Leerverkaufspositionen zeichnet ein differenziertes Sentiment-Bild. Zur Monatsmitte Dezember 2025 waren die Short-Positionen deutlich angestiegen – um rund 24 % auf über 9,2 Millionen Aktien. Das signalisierte zunächst wachsende Skepsis institutioneller Marktteilnehmer.
Zum Jahreswechsel kam dann die Kehrtwende: Aktuelle Daten per Ende Dezember zeigen einen Rückgang der Short-Positionen um etwa 42 % gegenüber dem Dezember-Höchststand. Ein großer Teil der zuvor aufgebauten Wetten auf fallende Kurse wurde also relativ schnell wieder geschlossen.
Diese dynamische Entwicklung spricht dafür, dass es sich bei dem Short-Aufbau eher um kurzfristige Absicherungen oder taktische Positionierungen gehandelt hat als um eine langfristige, fundamentale Gegenwette. Das Sentiment institutioneller Anleger erweist sich damit als volatil, ohne den übergeordneten Trend bisher zu kippen.
Quartalszahlen rücken in den Fokus
Der nächste klar definierte Markttreiber steht bereits fest: Am 29. Januar 2026 präsentiert die Deutsche Bank ihre Zahlen für das abgelaufene Quartal und das Gesamtjahr. Entscheidend wird sein, ob der eingeschlagene Wachstumskurs auch ertragsseitig überzeugt.
Analysten und Investoren erwarten einen Nachweis, dass:
- das operative Wachstum nachhaltig ist,
- Profitabilität und Kostenentwicklung mit den Ambitionen Schritt halten,
- und strategische Initiativen wie die ausgeweitete PayPal-Kooperation sich mittelfristig in den Kennzahlen widerspiegeln.
Bis zu diesem Termin dürfte die Aktie anfällig für Stimmungswechsel im Bankensektor bleiben. Hält der Kurs die Unterstützung um 33 Euro und fallen die Zahlen solide aus, kann der übergeordnete Aufwärtstrend bestätigt werden. Ein Bruch dieser Marke in Kombination mit enttäuschenden Ergebnissen würde dagegen die laufende Konsolidierung in eine spürbarere Korrektur verwandeln.
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