Die jahrelangen Umbauarbeiten zahlen sich für Deutschlands größtes Geldhaus endlich aus. Die Ratingagentur S&P Global sendet ein starkes Vertrauenssignal und öffnet die Tür für eine bessere Bonitätsbewertung. Nach einer beeindruckenden Rallye im laufenden Jahr stellt sich für Anleger die Frage: Ist die Transformation damit offiziell abgeschlossen oder gibt es noch Hürden?

  • S&P Urteil: Ausblick von "stabil" auf "positiv" angehoben.
  • Performance: Kursgewinn von über 85 % seit Jahresanfang.
  • Perspektive: Mögliche Rating-Anhebung in 12 bis 24 Monaten.

Lohn der Mühen

Die schmerzhafte Restrukturierung der vergangenen Jahre trägt Früchte. S&P Global Ratings hat den Ausblick für die Deutsche Bank angehoben und begründet dies explizit mit der erfolgreich vollzogenen Transformation. Das Institut sei nun fokussierter, effizienter und in seinen Erträgen berechenbarer.

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Marktbeobachter werten diesen Schritt als Bestätigung für den Kurs von CEO Christian Sewing. Die Bank habe ihre Widerstandsfähigkeit gegen Stressszenarien gestärkt und sei nun in der Lage, die Chancen ihres Geschäftsmodells besser zu nutzen. An der Börse wird diese Entwicklung bereits honoriert: Mit einem aktuellen Kurs von 31,00 Euro notiert das Papier nur knapp unter dem jüngsten 52-Wochen-Hoch.

Ehrgeizige Ziele im Visier

S&P stuft die neuen Finanzziele bis 2028 zwar als ambitioniert, aber durchaus machbar ein. Im Fokus stehen eine Eigenkapitalrendite (RoTE) von über 13 % sowie eine drastische Senkung der Kostenquote auf unter 60 %.

Dass die Bank auf dem richtigen Weg ist, zeigen die jüngsten Daten:
* In den ersten neun Monaten 2025 lag die RoTE bereits bei 10,9 %.
* Die harte Kernkapitalquote (CET1) notierte im September bei komfortablen 14,5 %.

Diese solide Kapitalbasis ermöglicht es dem Management, die Aktionäre stärker am Erfolg zu beteiligen. Geplant ist eine Erhöhung der Ausschüttungsquote auf 60 %, flankiert von Aktienrückkaufprogrammen.

Risiken und Zeitplan

Trotz des Lobes bleiben Herausforderungen bestehen. S&P verweist auf anhaltende Risiken im Portfolio für US-Gewerbeimmobilien, weshalb die Risikovorsorge auch 2025 noch erhöht bleiben dürfte (35-40 Basispunkte). Erst ab 2026 rechnen die Experten mit einer Entspannung an dieser Front.

Der Fahrplan für die Zukunft ist jedoch klar definiert: Setzt die Bank ihre Strategie konsequent fort und etabliert einen Leistungsnachweis für nachhaltiges Wachstum, könnte innerhalb der nächsten 12 bis 24 Monate das tatsächliche Rating-Upgrade folgen. Damit würde die Deutsche Bank in der Bonitätsbewertung wieder näher an internationale Schwergewichte wie Barclays oder Goldman Sachs heranrücken.

Der nächste Realitätscheck folgt Ende Januar 2026 mit der Vorlage der Ergebnisse für das vierte Quartal. Sollte die Bank hier die Erwartungen bestätigen und die operative Stärke untermauern, stünde einer weiteren Neubewertung kaum etwas im Wege.

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