Nach einer nahezu verdoppelten Jahresperformance beginnt bei der Deutsche Bank Aktie zum Wochenauftakt die Realitätstest-Phase. Der Kurs hat sich deutlich von früheren Tiefständen gelöst, stößt aber nun an Bewertungs- und Chartgrenzen. Wie stabil ist dieser Aufwärtstrend wirklich?

Konsolidierung nach starkem Anstieg

Heute notiert der Titel bei rund 33,30 Euro und damit nur leicht unter dem gestrigen Schlusskurs von 33,41 Euro. Über sieben Tage ergibt sich ein Plus von 0,59 Prozent, auf Sicht von 30 Tagen ein Zuwachs von 5,80 Prozent. Im laufenden Jahr liegt die Bilanz mit -0,76 Prozent nahezu unverändert, auf Zwölfmonatssicht jedoch bei einem kräftigen Anstieg von 97,80 Prozent.

Damit hat die Aktie ihr 52‑Wochen‑Tief von 16,79 Euro Anfang Januar 2025 weit hinter sich gelassen. Das 52‑Wochen‑Hoch bei 39,66 Euro vom 26. Dezember 2025 ist allerdings wieder in spürbare Entfernung gerückt – der aktuelle Kurs liegt rund 16 Prozent darunter. Der jüngste Rücklauf wirkt damit wie eine erste Verschnaufpause nach einem langen Anstieg.

Die wichtigsten Kennzahlen im Überblick

  • Aktueller Kurs: 33,30 Euro
  • Veränderung heute: -0,19 %
  • Performance 12 Monate: +97,80 %
  • 52‑Wochen‑Spanne: 16,79–39,66 Euro
  • Abstand zum 52‑Wochen‑Hoch: -16,02 %
  • Abstand zum 52‑Wochen‑Tief: +98,34 %

Charttechnisch bewegt sich die Aktie über allen relevanten gleitenden Durchschnitten. Der Kurs liegt knapp 4 Prozent über dem 50‑Tage‑Durchschnitt von 32,04 Euro und mehr als 17 Prozent über der 200‑Tage‑Linie bei 28,41 Euro. Das unterstreicht den intakten Aufwärtstrend, signalisiert aber zugleich, dass der Titel bereits deutlich gelaufen ist.

Der 14‑Tage‑RSI von 55,9 zeigt weder eine akute Überkauft- noch eine Überverkauftsituation an. Nach dem starken Jahr hat sich die Dynamik zuletzt also beruhigt, ohne dass ein klarer Trendwechsel erkennbar wäre.

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Bewertung: Aufwärtstrend mit begrenzter Luft

Die starke Kursentwicklung der vergangenen zwölf Monate spiegelt gestiegene Erwartungen an Ertrag und Profitabilität wider. Im Ausgangstext wird darauf verwiesen, dass der Analystenkonsens das durchschnittliche Kursziel im Bereich von knapp 35 Euro sieht und damit nur ein überschaubares zusätzliches Potenzial signalisiert.

In der damaligen Bewertungseinschätzung wurde darauf hingewiesen:

  • Das durchschnittliche Kursziel lag bei 34,94 Euro.
  • Vom damaligen Kursniveau ergab sich nur noch ein theoretischer Aufschlag von rund 4,5 Prozent.
  • Das geschätzte KGV von etwa 11 für das laufende Jahr deutete auf eine faire, aber nicht mehr ausgeprägt günstige Bewertung hin.

In Kombination mit der heutigen Kurslage bleibt damit der Kernpunkt bestehen: Ein Großteil der positiven Erwartungen ist bereits eingepreist. Zusätzliche Kursgewinne erfordern spürbar bessere Ergebnisse, als im Konsensmodell unterstellt.

Technisches Bild: Unterstützungen im Fokus

Aus charttechnischer Sicht bleibt die Richtung zwar nach oben gerichtet, doch der Abstand zu den Trendlinien macht Rücksetzer wahrscheinlicher. Der Titel handelt klar über der 100‑Tage‑Linie von 31,17 Euro und der 200‑Tage‑Linie bei 28,41 Euro. Diese Zonen gewinnen als potenzielle Auffangbereiche an Bedeutung, sollte die aktuelle Konsolidierung an Tempo gewinnen.

Die im Quelltext beschriebene Bedeutung des Bereichs um 33 Euro als kurzfristige Entscheidungszone fügt sich in dieses Bild. Ein Bruch solcher Unterstützungen könnte Gewinnmitnahmen verstärken und den Blick wieder stärker auf die Region um 30 Euro lenken. Solange diese Marken jedoch halten, bleibt die mittelfristige Aufwärtsstruktur intakt.

Fazit: Gut gelaufen, anfälliger für Enttäuschungen

Die Deutsche Bank Aktie verbindet derzeit zwei Entwicklungen: einen klaren, mittel- bis langfristig intakten Aufwärtstrend und eine Bewertung, bei der Enttäuschungen stärker durchschlagen können. Der Kurs liegt deutlich über den wichtigen Durchschnittslinien, aber spürbar unter dem jüngsten Hoch.

Für die weitere Richtung werden zwei Ebenen entscheidend sein: fundamental die Frage, ob Ergebnisse und Dividendenpolitik an die hohen Erwartungen anknüpfen, und technisch, ob Unterstützungen im Bereich um 33 Euro und darüber hinaus bei rund 31 Euro verteidigt werden. Gelingt beides, bleibt die starke Rally der vergangenen zwölf Monate mehr als eine Momentaufnahme.

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