Die Deutsche Bank treibt den Umbau ihres Privatkundengeschäfts mit voller Kraft voran. Bis Ende 2026 fallen weitere 100 Filialen weg – nach bereits erfolgten Kürzungen in den Vorjahren. Ende 2024 betrieb das Institut zusammen mit der Postbank noch gut 750 Zweigstellen in Deutschland. Die Zielmarke ist klar: weniger Fläche, mehr Digital.

Privatkundenvorstand Claudio de Sanctis sieht die Bank damit "auf dem Weg zu einer angemessenen Zahl von Filialen". Doch was bedeutet das konkret für die Strategie? Der Fokus verschiebt sich massiv in Richtung App und KI-gestützte Systeme.

KI-Butler soll Kunden abholen

Ab der zweiten Jahreshälfte 2025 kommt ein digitaler Assistent zum Einsatz – eine Art Butler, der Kunden Schritt für Schritt durch die Banking-App führt. Das System soll alle Standardfragen vom Zahlungsverkehr bis zur Kreditkarte beantworten. Die Stoßrichtung ist eindeutig: Verwaltungsaufgaben raus aus den Filialen, rein in den digitalen Kanal.

Die Rechnung geht offenbar auf. In den vergangenen 18 Monaten steigerte die Bank die Nutzungszahlen ihrer App um knapp 20 Prozent. Bei insgesamt 19 Millionen Privatkunden von Deutsche Bank und Postbank in Deutschland bleibt aber noch Luft nach oben. De Sanctis macht aus seinem Hauptziel für 2025 keinen Hehl: "So viele Kunden wie möglich für die App gewinnen."

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Filialen nur noch für komplexe Fälle?

Wozu dann überhaupt noch Zweigstellen? Die verbliebenen Standorte sollen sich auf das Wesentliche konzentrieren: Hauskauf, Geldanlage, komplexe Finanzentscheidungen. "Sie möchten wissen, dass ein so wichtiger Teil Ihres Lebens nicht in einer Cloud stattfindet, die Sie nicht greifen können", erklärt de Sanctis die Philosophie. Für alles andere gibt es künftig den digitalen Assistenten.

Die Kehrseite der Medaille: Weniger Filialen bedeuten weniger Mitarbeiter. Der Vorstand setzt dabei primär auf natürliche Fluktuation. Wer in Rente geht oder das Institut verlässt, wird schlicht nicht ersetzt. Eine klare Ansage, die den Sparkurs der kommenden Jahre vorzeichnet.

Kursziel: Effizienz steigern

Die Strategie fügt sich nahtlos in die übergeordneten Ziele bis 2028 ein. Die Nachsteuer-Eigenkapitalrendite soll über 13 Prozent klettern, die Kosten-Ertrags-Quote deutlich sinken. Der Umbau im Privatkundengeschäft ist dabei ein zentraler Baustein. Diese Woche, bei der Vorlage der Zahlen zum vierten Quartal, dürften weitere Details zur neuen Strategie folgen.

Die Aktie reagierte am Freitag positiv auf die Ankündigungen und legte im XETRA-Handel zeitweise 1,25 Prozent auf 33,33 Euro zu. Anleger scheinen den konsequenten Digitalisierungskurs zu honorieren – vorerst.

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