Deutsche Bank Aktie: Milliardenziele für den neuen CFO
Mit Raja Akram übernimmt in diesem Monat ein neues Gesicht das Finanzressort der Deutschen Bank. Der ehemalige Morgan-Stanley-Manager tritt sein Amt in einer komfortablen, aber anspruchsvollen Phase an. Das Institut verzeichnete 2025 einen historischen Rekordgewinn, ruft aber gleichzeitig ehrgeizige Wachstumsziele bis 2028 aus.
Akram erbt ein solides Fundament. Im vergangenen Jahr kletterte der Vorsteuergewinn auf 9,7 Milliarden Euro, während die Erträge um sieben Prozent stiegen. Auf dieser Basis soll die Strategie der „Globalen Hausbank“ nun skalieren. Bis 2028 plant das Management, die Erträge auf rund 37 Milliarden Euro zu steigern und eine Eigenkapitalrendite (RoTE) von über 13 Prozent zu erreichen. Anleger reagierten auf diese langfristigen Perspektiven zuletzt verhalten. Seit Jahresbeginn verzeichnet das Papier einen Rückgang von gut 22 Prozent und ging am Dienstag bei 25,95 Euro aus dem Handel.
Effizienz und höhere Ausschüttungen
Um die anvisierten Margen zu sichern, muss der neue Finanzchef die Kosten streng kontrollieren. Die Aufwand-Ertrag-Relation soll bis 2028 unter die Marke von 60 Prozent fallen. Erreicht werden soll dies durch Brutto-Kosteneffizienzen in Höhe von zwei Milliarden Euro, primär durch Automatisierung und KI-gestützte Prozesse in der Verwaltung.
Aktionäre sollen derweil stärker am Erfolg beteiligt werden. Ab 2026 steigt die geplante Ausschüttungsquote auf 60 Prozent des Konzerngewinns. Konkret fließen durch eine vorgeschlagene Dividende von 1,00 Euro je Anteilsschein sowie ein laufendes Aktienrückkaufprogramm insgesamt 2,9 Milliarden Euro an die Anteilseigner zurück.
US-Gewerbeimmobilien als Belastungsfaktor
Trotz der glänzenden Gesamtbilanz muss Akram operative Problemfelder navigieren. Ein zentrales Risiko stellt weiterhin das Engagement im US-amerikanischen Gewerbeimmobilienmarkt dar. Der Sektor leidet unter Refinanzierungsproblemen, eine Preisstabilisierung ist laut dem aktuellen Geschäftsbericht insbesondere an der Westküste nicht in Sicht. Die finanziellen Folgen sind bereits messbar: Zum Ende des Vorjahres musste die Bank 664 Millionen Euro für erwartete Kreditausfälle in diesem Bereich zurückstellen – ein deutlicher Anstieg von 44 Prozent gegenüber 2023. Hinzu kommt ein 26 Milliarden Euro schweres Private-Credit-Portfolio, das zunehmend in den Fokus der BaFin-Aufsicht rückt.
Die erste operative Bewährungsprobe für den neuen Finanzvorstand steht bereits fest im Kalender. Am 29. April 2026 wird die Deutsche Bank ihre Ergebnisse für das erste Quartal vorlegen. Diese Zahlen werden konkrete Anhaltspunkte liefern, ob das Institut den Spagat zwischen dem angestrebten Ertragswachstum und der Eindämmung der Immobilienrisiken im aktuellen Zinsumfeld erfolgreich meistert.
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