Deutsche Bank Aktie: Partnerschaften stützen
Zwei strategische Deals aus völlig unterschiedlichen Welten – globaler Zahlungsverkehr und Bundesliga-Fußball – sollen der Deutschen Bank zusätzlichen Schub geben. Während die erweiterte Kooperation mit PayPal das Transaktionsgeschäft ausbaut, zielt der langfristige Vertrag mit Eintracht Frankfurt klar auf Marke und Kundenbindung. Wie stark ist dieses Doppel aus operativem Wachstum und langfristiger Sichtbarkeit?
PayPal-Deal: Mehr Volumen im Zahlungsverkehr
Die Deutsche Bank hat am 13. Januar 2026 ihre über zehnjährige Partnerschaft mit PayPal deutlich ausgebaut. Im Zentrum steht das globale Zahlungsgeschäft, in dem die Frankfurter bereits heute ein erhebliches Transaktionsvolumen für den US-Anbieter abwickeln.
Kernpunkte der erweiterten Zusammenarbeit:
- Merchant Settlement und Payouts in den USA
- Withdrawal- und Collection-Lösungen für den US-Markt
- Erweiterte Services für PayPal in Europa und Asien-Pazifik
Künftig läuft ein deutlich größeres Zahlungsvolumen über die Systeme der Deutschen Bank. Ole Matthiessen, Global Co-Head Corporate Bank, hob die strategische Bedeutung für das Zahlungsverkehrsgeschäft hervor. Besonders betroffen ist das Merchant-Solutions-Segment der Corporate Bank, das in den vergangenen Quartalen bereits kontinuierlich gewachsen ist und nun weiter skaliert werden kann.
Die PayPal-Erweiterung fügt sich in die jüngste Produktoffensive im Transaction Banking ein. Mit der Einführung des europäischen Zahlungssystems Wero im Dezember 2025 und dem EverOn-Service für USD-Überweisungen an 365 Tagen positioniert sich die Bank als zentraler Infrastrukturanbieter im grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr.
Eintracht-Deal: Langfristige Präsenz bis 2035
Nur wenige Tage zuvor, am 9. Januar 2026, setzte die Deutsche Bank ein zweites Signal – diesmal im Sponsoring. Die Partnerschaft mit Eintracht Frankfurt wurde vorzeitig um acht Jahre bis 2035 verlängert und inhaltlich deutlich erweitert.
Der neue Vertrag gilt als umfangreichste Vereinbarung der Klubgeschichte und umfasst:
- Fortführung der Namensrechte am Deutsche Bank Park
- Rolle als Official Banking Partner mit exklusiven Finanzdienstleistungen
- Ärmel-Branding auf Trainings- und Aufwärmtrikots aller Teams
- Integration von „mainpay“ als bargeldloses Bezahlsystem im Stadion
CEO Christian Sewing bezeichnete Eintracht Frankfurt als „exzellente Passform“ für die Bank. Die finanziellen Konditionen bleiben zwar vertraulich, die breite Präsenz im Stadion und im Umfeld des Vereins stärkt jedoch sichtbar die Marke im wichtigen Heimatmarkt.
Turnaround an der Börse
Die Aktie spiegelt die operativen Fortschritte der vergangenen Jahre wider. Auf Sicht von zwölf Monaten legte der Kurs um rund 85 % zu. Auf Wochensicht ergibt sich ein Plus von etwa 2 %, in den vergangenen 30 Tagen ein Zuwachs von knapp 7 %. Damit notiert die Aktie mit 33,72 Euro (Schlusskurs gestern) klar über dem 200-Tage-Durchschnitt von 28,88 Euro, der Abstand beträgt gut 17 %.
Wichtige Kennzahlen im Überblick:
- 12-Monats-Performance: +85,10 %
- Abstand zum 52-Wochen-Hoch bei 39,66 Euro: rund -15 %
- Abstand zum 52-Wochen-Tief bei 17,85 Euro: knapp +89 %
- RSI (14 Tage) bei 55,9 signalisiert ein neutrales Momentum
Trotz der starken Kursentwicklung gilt das Papier mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund 12 weiterhin als unterhalb des europäischen Bankensektors bewertet. Der Turnaround wird damit vom Markt zwar eingepreist, aber noch nicht mit Bewertungsmultiplikatoren wie bei manchen Wettbewerbern honoriert.
Nächster Test: Quartalszahlen Ende Januar
Operativ untermauern mehrere Bausteine das Bild einer konsolidierten Bank: wachsendes Transaction Banking, ausgebautes Merchant-Geschäft, neue Zahlungsangebote wie Wero und EverOn sowie ein langfristig angelegtes Sponsoring-Paket im Heimatmarkt. Die Kombination liefert der Aktie derzeit eine solide fundamentale Basis.
Der nächste Belastungstest folgt jedoch bald: Am 29. Januar 2026 will die Deutsche Bank ihre Zahlen für das vierte Quartal 2025 vorlegen. Im Fokus stehen vor allem die Entwicklung im Investment Banking, insbesondere im Fixed-Income-Bereich, sowie Fortschritte im Zahlungsverkehrsgeschäft. Gelingt es dem Institut, das dynamische Wachstum in diesen Sparten zu bestätigen, könnte das die aktuelle Aufwärtsbewegung der Aktie über den mittelfristigen Durchschnittskurs hinaus festigen.
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