Deutsche Bank Aktie: Sewing sieht Commerzbank-Chance
Der Iran-Krieg lastet auf den Konjunkturerwartungen – und zieht auch Bankwerte vorübergehend nach unten. Dass die Deutsche-Bank-Aktie dennoch mit einem kleinen Plus aus dem heutigen Handelstag geht, hat vor allem einen Grund: Vorstandschef Christian Sewing machte auf einer Morgan-Stanley-Konferenz deutlich, dass er in der Commerzbank-Übernahmeschlacht eine echte Wachstumschance sieht.
ZEW-Schock belastet Finanzwerte
Die Stimmung unter deutschen Finanzmarktexperten hat sich im März regelrecht überschlagen. Der ZEW-Index brach um 58,8 Punkte auf minus 0,5 Punkte ein – Volkswirte hatten lediglich einen leichten Rückgang auf plus 39,2 Punkte erwartet. Der Auslöser: die Eskalation im Nahen Osten treibt die Energiepreise nach oben und schürt Inflationssorgen.
Besonders energieintensive Branchen wie Chemie, Pharma und Automobil trugen die deutlichsten Rückschläge. Für die deutsche Industrie insgesamt bedeutet das steigende Kosten und wachsende Unsicherheit. Der DAX reagierte prompt und gab seine Tagesgewinne ab.
Sewing schielt auf Commerzbank-Kunden
Für die Deutsche Bank selbst sieht Sewing das Bild allerdings weniger düster. Mit Blick auf das freiwillige Übernahmeangebot der italienischen UniCredit – die inzwischen knapp 30 Prozent an der Commerzbank hält – zeigte er sich auffallend gelassen. Sein Haus denke in Szenarien und habe die Übernahmekonstellation längst einkalkuliert. Man stehe bereit, potenzielle Wechselkunden aufzunehmen.
Die Commerzbank beharrt auf ihrer Eigenständigkeit, gestützt von der Bundesregierung. Wie die Sache ausgeht, bleibt offen. Dass die Deutsche Bank in jedem Szenario profitieren will, klingt selbstbewusst – und ist mehr als ein Lippenbekenntnis, wenn man bedenkt, dass das Institut nach eigenen Angaben in vielen Segmenten bereits Marktführer in Deutschland ist.
Cum-Ex-Einigung schafft Rechtsfrieden
Abseits der Makroturbulenzen gibt es auch hausgemachte Neuigkeiten: Im langjährigen Cum-Ex-Streit hat die Deutsche Bank eine Einigung mit dem Fiskus und beteiligten Banken erzielt. Im Rahmen einer gemeinsamen Lösung übernimmt das Institut 29 Millionen Euro von insgesamt 85 Millionen Euro Steuerschuld, die zwei 2009 aufgelegte Spezialfonds betreffen. Inklusive weiterer beigelegter Fälle beläuft sich der gesamte Steuerschaden auf mehr als 200 Millionen Euro.
Die Einigung beseitigt eine Rechtsungewissheit, die seit Jahren im Raum stand – ein kleines, aber nicht unwichtiges Signal an Investoren, dass alte Altlasten stückweise abgearbeitet werden.
Unterm Strich steht die Aktie heute mit einem leichten Plus von rund einem Prozent. Der Ausblick des Unternehmens bleibt laut Sewing unverändert – trotz Iran-Krieg, ZEW-Einbruch und Commerzbank-Wirbel.
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