Mit einem massiven Kapitalrückfluss stemmt sich der Sportartikelhersteller gegen die jüngste Skepsis am Markt. Während US-Zölle und Währungseffekte den Ausblick für 2026 belasten, sollen eine kräftig erhöhte Dividende und abgeschlossene Aktienrückkäufe die Wogen glätten.

Milliardenprogramm zur Hälfte erfüllt

Zwischen Anfang Februar und Anfang März erwarb der DAX-Konzern eigene Papiere im Wert von 500 Millionen Euro. Damit ist die erste Tranche des geplanten Milliarden-Rückkaufprogramms formell abgeschlossen und knapp 1,84 Prozent der ausstehenden Aktien wurden vom Markt genommen. Parallel dazu winkt den Aktionären im Mai eine um 40 Prozent höhere Dividende von 2,80 Euro je Anteilsschein. Das Management signalisiert mit diesem Schritt demonstrativ Zuversicht in die eigene Cash-Generierung.

Rekordjahr trifft auf trüben Ausblick

Diese Ausschüttungsoffensive folgt auf ein operativ starkes Jahr 2025. Der Umsatz kletterte währungsbereinigt um 13 Prozent auf den Rekordwert von 24,8 Milliarden Euro, während sich der Nettogewinn auf 1,34 Milliarden Euro fast verdoppelte. Auch die Bruttomarge erreichte mit 51,6 Prozent beinahe historische Höchstwerte.

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Allerdings dämpft der Blick nach vorn die Stimmung erheblich. Für 2026 rechnet das Unternehmen mit einem operativen Gewinn von rund 2,3 Milliarden Euro. Das liegt spürbar unter den Erwartungen der Analysten, da US-Zölle und ein schwächerer Dollar das Ergebnis voraussichtlich um 400 Millionen Euro schmälern werden. Da Adidas einen Großteil seiner Ware in Asien fertigt, treffen die Importzölle das wichtige Nordamerika-Geschäft besonders hart.

Die Börse reagierte auf diese strukturellen Gegenwinde zuletzt mit deutlichen Abschlägen. Seit Jahresbeginn verzeichnet das Papier ein Minus von über 16 Prozent und notiert aktuell bei 141,00 Euro.

Stabilität an der Spitze

Um inmitten dieser Herausforderungen personelle Kontinuität zu gewährleisten, wurde der Vertrag von CEO Bjørn Gulden vorzeitig bis 2030 verlängert. Er soll den Konzern nun durch die anspruchsvolle Phase navigieren und das mittelfristige Ziel eines jährlichen Gewinnwachstums im mittleren Zehnprozentbereich bis 2028 absichern.

Die großzügige Kapitalrückführung dient dem Management aktuell als wichtiges Instrument, um Investoren über die prognostizierte Margendelle hinwegzutrösten. Wie stark die Zoll- und Währungseffekte das operative Tagesgeschäft tatsächlich belasten und ob anlaufende Großereignisse diese Effekte abfedern können, belegen die kommenden Quartalszahlen am 29. April.

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