Während die Gaming-Welt gebannt auf den Release von Grand Theft Auto VI im November 2026 wartet, baut der Publisher im Hintergrund eine hochprofitable Einnahmequelle auf. Abseits des Konsolen-Hypes generiert das Unternehmen durch In-Game-Käufe und Handyspiele verlässliche Milliardenumsätze. Diese strategische Verschiebung reduziert die Abhängigkeit von einzelnen Blockbuster-Titeln spürbar.

Wiederkehrende Einnahmen schlagen Erwartungen

Die jüngsten Quartalszahlen belegen diesen Wandel eindrucksvoll. Mit Nettobuchungen von 1,76 Milliarden US-Dollar übertraf Take-Two die eigenen Prognosen deutlich. Verantwortlich dafür waren vor allem die wiederkehrenden Konsumausgaben der Spieler, die um 23 Prozent in die Höhe schossen. Titel wie NBA 2K und GTA Online liefern kontinuierliche, margenstarke Einnahmen, die das klassische Modell des einmaligen Spieleverkaufs zunehmend ablösen.

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Ein oft unterschätzter Treiber dieser Entwicklung ist das Mobile-Segment. Handyspiele machen mittlerweile rund 46 Prozent der gesamten Nettobuchungen aus. Besonders das Puzzle-Spiel Toon Blast sticht hervor und überschritt kürzlich die Marke von drei Milliarden US-Dollar an historischen Nettobuchungen. Gleichzeitig forciert das Management den Direktvertrieb an die Endkunden. Dieser Weg umgeht die Gebühren von Drittanbieter-Plattformen und sichert dem Publisher einen größeren Anteil am Umsatz.

Prognoseanhebung und Analysten-Ziele

Aufgrund der starken operativen Entwicklung hob das Management die Prognose für das laufende Geschäftsjahr auf bis zu 6,7 Milliarden US-Dollar an. Allerdings rechnet das Unternehmen für das Geschäftsjahr 2026 weiterhin mit einem Nettoverlust von bis zu 369 Millionen US-Dollar. An der Börse spiegelt sich diese Übergangsphase wider: Nach einem Rückgang von knapp 16 Prozent seit Jahresbeginn notierte das Papier gestern bei 179,26 Euro. Analysten sehen jedoch deutliches Aufwärtspotenzial:

  • Wedbush: "Outperform", Kursziel 300 US-Dollar
  • Raymond James: "Strong Buy", Kursziel 285 US-Dollar

Regulatorische Hürden und der GTA-Faktor

Der eigentliche Wachstumssprung steht dem Publisher ohnehin erst noch bevor. Der für den 19. November 2026 geplante Release von GTA VI soll den Umsatz im darauffolgenden Geschäftsjahr auf über neun Milliarden US-Dollar katapultieren. Ein neues regulatorisches Risiko taucht derweil in Australien auf. Seit Anfang März gelten dort verschärfte Altersprüfungen für In-App-Käufe und Spiele ab 18 Jahren, bei deren Missachtung Strafen von bis zu 49,5 Millionen Australischen Dollar drohen.

Die nächste entscheidende Richtungsweisung für Investoren folgt am 14. Mai 2026. An diesem Termin präsentiert Take-Two die Quartalsergebnisse und wird voraussichtlich die erste offizielle Prognose für das Geschäftsjahr 2027 abgeben. Spätestens dann wird das Management konkrete Zahlen zum erwarteten finanziellen Beitrag des kommenden GTA-Ablegers auf den Tisch legen müssen.

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