Deutsche Bank Aktie: Einfache Marktentwicklungen
Rekordgewinn und Kursrutsch — das war die Kombination, die die Deutsche Bank zuletzt beschäftigte. Der Jahresabschluss 2025 dokumentiert das profitabelste Jahr der Bankengeschichte, doch ein Detail im Bericht ließ Investoren aufhorchen: das wachsende Private-Credit-Portfolio und die eigene Warnung vor dessen Risiken.
Rekordzahlen, aber ein heikles Portfolio
Das Geschäftsjahr 2025 war für die Bank ein echter Meilenstein. Der Nettogewinn verdoppelte sich auf 7,1 Milliarden Euro, die Eigenkapitalrendite auf das materielle Eigenkapital (RoTE) kletterte auf 10,3 Prozent. Zahlen, die sich sehen lassen.
Allerdings rückte mit der Veröffentlichung des testierten Jahresberichts am 12. März ein anderes Thema in den Vordergrund. Das Private-Credit-Portfolio wuchs 2025 um rund 6 Prozent auf knapp 26 Milliarden Euro — und die Bank räumte in ihrem Bericht selbst ein, potenziellen indirekten Kreditrisiken durch vernetzte Portfolios ausgesetzt sein zu können. Ausfälle von Sub-Prime-Kreditgebern in den USA hatten den Fokus auf Underwriting-Standards und Betrugsrisiken zuletzt geschärft. Die Deutsche Bank betont zwar, konservative Kreditstandards anzuwenden, doch die Kombination aus Wachstum und eigenem Risikofazit reichte, um die Stimmung zu kippen. Am 12. März verlor die Aktie rund 5,7 Prozent und war damit größter Verlierer im DAX.
CFO-Wechsel und Ziele bis 2028
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Parallel zur Zahlenveröffentlichung steht ein Führungswechsel an. CFO James von Moltke scheidet nach Vertragsende im Juni 2026 aus. Sein Nachfolger Raja Akram — zuvor stellvertretender CFO bei Morgan Stanley — sitzt seit Januar 2026 im Vorstand und soll mehr Kapitalmarkt-Disziplin in die Bank bringen. Das mittelfristige Ziel ist ambitioniert: eine RoTE von über 13 Prozent und eine Cost-Income-Ratio unter 60 Prozent bis 2028, bei Nettoerträgen von rund 37 Milliarden Euro.
Für 2026 erwartet die Bank Nettoerträge von rund 33 Milliarden Euro und hat Kapitalrückführungen von 2,9 Milliarden Euro autorisiert — darunter eine Dividende von 1,00 Euro je Aktie sowie ein Aktienrückkaufprogramm über 1,0 Milliarden Euro. Die CET1-Quote von 14,2 Prozent liegt leicht oberhalb der eigenen Zielspanne und unterstreicht die solide Kapitalbasis.
Wie belastbar die konservativen Kreditstandards im Private-Credit-Bereich tatsächlich sind, wird sich spätestens zeigen, wenn die Q1-Zahlen am 29. April 2026 vorliegen — dann dürften Investoren vor allem einen Blick auf die Cost of Risk des Portfolios werfen.
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