Das profitabelste Jahr der Unternehmensgeschichte — und die Aktie notiert rund 25 Prozent unter ihrem Jahreshoch. Dieser Widerspruch beschreibt die Lage der Deutschen Bank zum Wochenstart treffend.

Der Vorsteuergewinn kletterte 2025 um 84 Prozent auf 9,7 Milliarden Euro, der Nachsteuergewinn verdoppelte sich nahezu auf 7,1 Milliarden Euro. Die Erträge stiegen um sieben Prozent auf 32,1 Milliarden Euro, während gleichzeitig der Aufwand um zehn Prozent auf 20,7 Milliarden Euro sank. Der nun vorgelegte testierte Geschäftsbericht bestätigt die bereits im Januar kommunizierten vorläufigen Zahlen — ohne Überraschungen.

Aktionäre profitieren, Ziele werden erhöht

Für 2025 schlägt das Institut eine Dividende von 1,00 Euro je Aktie vor, ergänzt durch ein Aktienrückkaufprogramm über eine Milliarde Euro. Zusammen ergibt das Ausschüttungen von 2,9 Milliarden Euro. Seit 2021 summieren sich die Kapitalrückflüsse damit auf 8,5 Milliarden Euro — und übertreffen das ursprünglich gesteckte Ziel von acht Milliarden Euro.

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Für den Zeitraum 2026 bis 2028 peilt die Bank eine Eigenkapitalrendite (RoTE) von über 13 Prozent an, ausgehend von aktuell 10,3 Prozent. Die Ausschüttungsquote soll ab 2026 auf 60 Prozent steigen. Den Ausblick für das laufende Jahr bestätigte das Institut unverändert: stabile Nettozinserträge, moderates Kreditwachstum, verbesserte Margen im Investment Banking.

CFO-Wechsel und regulatorischer Gegenwind

Parallel zur Zahlenvorlage vollzieht sich ein Führungswechsel im Finanzressort. Raja Akram, zuvor stellvertretender CFO bei Morgan Stanley, übernimmt im März 2026 offiziell das Amt von James von Moltke, der nach acht Jahren aus dem Vorstand ausscheidet. Ein Routinewechsel auf den ersten Blick — allerdings in einem Moment, in dem die regulatorische Lage anspruchsvoll bleibt: Die BaFin hat das Institut unter intensivierte Aufsicht hinsichtlich seiner Verbindungen zum Schattenbanksystem gestellt, und die Basel-III-Endgame-Regeln zwingen die Bank, mehr Kapital gegen ihre Handelsbücher vorzuhalten.

Hinzu kommt, dass Capital Group zuletzt unter die Meldeschwelle von drei Prozent gefallen ist — ein Signal, das Marktbeobachter registrieren, auch wenn es keine unmittelbaren operativen Folgen hat.

Die starke Abhängigkeit von der deutschen Industriebasis bleibt ein strukturelles Risiko. Handelsspannungen zwischen der EU und China sowie schwächelnde Exportdaten treffen die Unternehmensbank direkt. Ob die ambitionierten Ziele für 2028 in diesem Umfeld erreichbar sind, hängt wesentlich davon ab, wie sich das geopolitische und zinspolitische Umfeld in den kommenden Quartalen entwickelt — und genau das bleibt der entscheidende Unsicherheitsfaktor hinter dem aktuellen Kursabschlag von rund 19 Prozent gegenüber dem 50-Tage-Durchschnitt.

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