Die Deutsche Bank gehört mit einem Plus von über 85 Prozent auf Zwölf-Monats-Sicht zu den absoluten Top-Performern im europäischen Bankensektor. Doch kurz vor der Veröffentlichung der Quartalszahlen am 29. Januar wachsen die Begehrlichkeiten am Markt. Analysten der Bank of America (BofA) sehen nicht nur steigende Gewinne, sondern rechnen fest mit einer konkreten Belohnung für die Aktionäre. Ist die Bewertung trotz der Rallye noch attraktiv?

  • Rückkauf-Fantasie: Experten erwarten Ankündigung eines Aktienrückkaufs über eine Milliarde Euro.
  • Prognose-Anhebung: Bank of America schraubt Gewinnerwartungen für 2025 bis 2027 nach oben.
  • Bewertungs-Check: Mit einem KGV von unter 13 notiert der Titel günstiger als die Peer-Group.

Analysten heben die Messlatte

Die Bank of America hat ihre Erwartungen für das vierte Quartal und die kommenden Jahre präzisiert. Die Experten rechnen nun mit einem Nettogewinn von 1,35 Milliarden Euro für das Abschlussquartal 2025. Wichtiger für die Anleger ist jedoch der Blick nach vorne: Die Gewinnprognose je Aktie (EPS) für das Gesamtjahr 2025 wurde von 3,11 auf 3,19 Euro angehoben. Für 2027 steht sogar ein EPS von 4,61 Euro im Raum.

Der zentrale Treibstoff für den Aktienkurs dürfte jedoch die Kapitalverwendung sein. Die Analysten gehen davon aus, dass das Management parallel zu den Jahreszahlen ein Aktienrückkaufprogramm im Volumen von einer Milliarde Euro ankündigen wird. Für den Zeitraum 2026 bis 2028 prognostiziert die Investmentbank weitere Rückkäufe zwischen 2 und 2,55 Milliarden Euro. Das Kursziel wird entsprechend bei 37 Euro gesehen.

Günstiger als die Konkurrenz?

Trotz der starken Performance der letzten zwölf Monate deutet einiges darauf hin, dass die Aktie fundamental noch Luft nach oben hat. Aktuell notiert das Papier bei 33,74 Euro und damit rund 15 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 39,66 Euro, das Ende Dezember markiert wurde.

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Modelle zur Berechnung des fairen Wertes, wie das Excess-Returns-Modell von Simply Wall St, beziffern den inneren Wert der Aktie auf 38,87 Euro. Dies würde einen Abschlag von über 13 Prozent zum aktuellen Kurs bedeuten. Auch der Branchenvergleich stützt diese These: Während die Deutsche Bank auf ein Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von etwa 12,7 kommt, liegt der Durchschnitt der direkten Konkurrenten bei über 20. Der Buchwert je Aktie liegt mit 40,49 Euro ebenfalls deutlich über dem aktuellen Kursniveau.

Operative Stärke im Fokus

Das Vertrauen der Marktbeobachter fußt auf der jüngsten operativen Entwicklung. Bereits im dritten Quartal konnte das Geldhaus die Erwartungen beim Gewinn je Aktie um über 20 Prozent schlagen. CEO Christian Sewing hat zudem das Ziel ausgegeben, die Eigenkapitalrendite (RoTE) nachhaltig zu steigern – für 2025 liegt die Messlatte bei über 10 Prozent.

Strategisch setzt die Bank im laufenden Jahr verstärkt auf das Firmenkundengeschäft und den Kapitalmarkt, unterstützt durch ein erwartetes stabiles Zinsumfeld. Im eigenen Ausblick zeigt sich das Institut optimistisch für die Gesamtwirtschaft und prognostiziert für 2026 ein BIP-Wachstum in Deutschland von bis zu 1,5 Prozent.

Entscheidend für den weiteren Kursverlauf wird der 29. Januar sein. Bestätigt der Vorstand an diesem Termin das erwartete Rückkaufprogramm und die angehobenen Gewinnziele, könnte die seit Jahresbeginn laufende Konsolidierung (YTD +0,54 Prozent) in einen neuen Aufwärtstrend übergehen.

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