Lange galt diese Hürde als unüberwindbar, doch nun ist der Knoten geplatzt: Erstmals seit dem Ausbruch der globalen Finanzkrise vor 17 Jahren wird die Deutsche Bank an der Börse wieder höher bewertet als ihr bilanzielles Eigenkapital. Dieser symbolische Meilenstein markiert das vorläufige Ende einer fast zwei Jahrzehnte andauernden Vertrauenskrise und validiert den harten Sanierungskurs von CEO Christian Sewing.

Dass die Aktie nun über ihrem Buchwert notiert, ist weit mehr als eine statistische Randnotiz. Ein Kurs-Buchwert-Verhältnis von unter 1,0 signalisiert traditionell tiefes Misstrauen der Investoren in die Bilanzqualität oder die zukünftige Ertragskraft. Dass dieses Kapitel nun geschlossen wurde, spiegelt sich eindrucksvoll im Kursverlauf wider: Auf Sicht von zwölf Monaten legte das Papier um über 101 Prozent zu und notiert aktuell bei 33,90 Euro.

Das Comeback der "Global Hausbank"

Der Stimmungsumschwung kommt nicht von ungefähr. Die operative Entwicklung untermauert die Neubewertung am Markt. In den ersten neun Monaten des Jahres 2025 kletterten die Erträge um 7 Prozent auf 24,4 Milliarden Euro. Der schmerzhafte Konzernumbau, der den Abbau von 18.000 Stellen und den Rückzug aus dem globalen Aktienhandel umfasste, trägt nun Früchte.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Deutsche Bank?

Die strategische Ausrichtung bis 2028 zielt darauf ab, diese Position weiter auszubauen:

  • Heimatmarkt: Festigung der Marktführerschaft bei mittelständischen und großen Firmenkunden in Deutschland.
  • Europäische Alternative: Positionierung als erster Ansprechpartner für globale Kunden, die eine Alternative zu US-Banken suchen.
  • Technologie: Skalierung digitaler Plattformen und verstärkter KI-Einsatz zur Effizienzsteigerung.

Aufholjagd zur US-Konkurrenz

Trotz des jüngsten Erfolgs bleibt der Abstand zur internationalen Spitze groß. Während US-Schwergewichte wie JPMorgan Chase oder Bank of America regelmäßig mit dem 1,5- bis 2-fachen ihres Buchwertes gehandelt werden, litten europäische Institute jahrelang unter Abschlägen durch Negativzinsen und strenge Regulierung.

Mit dem aktuellen Kursanstieg beginnt die Deutsche Bank, diese Lücke langsam zu schließen. CEO Sewing betonte bereits bei den Q3-Zahlen, dass sich das Institut nach Jahren der Herausforderungen nun auf der Zielgeraden befinde, um die 2022 gesteckten Ziele zu erreichen.

Konkreter Ausblick

Die nächste Bewährungsprobe steht unmittelbar bevor. Am 29. Januar 2026 veröffentlicht der Konzern seine vorläufigen Jahreszahlen für 2025. Investoren werden hier genau prüfen, ob die Bank ihre Renditeziele im aktuellen Zinsumfeld erreichen kann. Die Nachhaltigkeit des aktuellen Bewertungsniveaus hängt maßgeblich davon ab, ob die angekündigte Kostendisziplin auch im neuen Geschäftsjahr strikt eingehalten wird.

Deutsche Bank-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Deutsche Bank-Analyse vom 07. Januar liefert die Antwort:

Die neusten Deutsche Bank-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Deutsche Bank-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 07. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Deutsche Bank: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...