Jahresverlust von umgerechnet rund 605 Millionen Dollar, ein Kursrückgang von 12 Prozent an einem einzigen Handelstag — und trotzdem sammelt Metaplanet frisches Kapital in Milliardenhöhe ein. Das japanische Unternehmen verfolgt seine Bitcoin-Akkumulationsstrategie mit bemerkenswerter Konsequenz, auch wenn die Zahlen zuletzt deutlich gegen das Unternehmen liefen.

Kapitalerhöhung mit Sicherheitsmechanismus

Parallel zum Kursrutsch gab Metaplanet eine Kapitalerhöhung über 40,8 Milliarden Yen (rund 255 Millionen Dollar) bekannt. Die neuen Aktien wurden mit einem Aufschlag von zwei Prozent platziert. Hinzu kommen 100 Millionen Optionsscheine, die erst ausgeübt werden dürfen, wenn die Aktie über dem 1,01-fachen des sogenannten mNAV notiert — einem Maß für das Verhältnis zwischen Aktienkurs und dem Wert der Bitcoin-Bestände. Werden alle Scheine eingelöst, fließen weitere 44,5 Milliarden Yen ins Unternehmen.

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Die Konstruktion ist bewusst so angelegt, dass neue Aktienausgaben den Bitcoin-Bestand je Aktie erhöhen statt verwässern. Um das zu gewährleisten, setzte Metaplanet die Ausübung älterer Optionsscheine über bis zu 210 Millionen Aktien vorübergehend aus. Als Nebeneffekt sinkt der Stimmrechtsanteil von Capital Research and Management Company zum 31. März 2026 von 10,18 auf 9,32 Prozent.

Ehrgeizige Ziele, schwieriges Umfeld

Zum Stand 12. März 2026 hielt Metaplanet 35.102 Bitcoin — zu einem durchschnittlichen Einstandspreis von 107.716 Dollar je Coin. Gemessen am aktuellen Marktpreis liegen die Bestände damit rund 34,6 Prozent unter den Anschaffungskosten. Bis Ende 2026 sollen es 100.000 Bitcoin sein, bis Ende 2027 sogar 210.000 — was etwa einem Prozent des gesamten Bitcoin-Angebots entspräche.

Das Geschäftsjahr 2025 schloss das Unternehmen mit einem Verlust von 95 Milliarden Yen ab, maßgeblich verursacht durch einen Wertrückgang der Bitcoin-Bestände von 102 Milliarden Yen allein im letzten Quartal. Für 2026 plant Metaplanet mit 16 Milliarden Yen Umsatz und 11,4 Milliarden Yen operativem Gewinn.

US-Tochter als nächster Schritt

Neben der Kapitalstruktur arbeitet Metaplanet an einer weiteren Ausbaustufe: Eine US-amerikanische Tochtergesellschaft namens Metaplanet Asset Management soll Venture-Investments und digitale Finanzdienstleistungen rund um Bitcoin-Kapitalmärkte bündeln. Die Aktie hatte in den vergangenen zwölf Monaten rund 740 Prozent zugelegt, verlor zuletzt aber erheblich an Boden — eng gekoppelt an die Kursentwicklung von Bitcoin. Mit einem potenziellen Kapitalrahmen von bis zu 531 Millionen Dollar steht das Unternehmen nun vor der Frage, ob die Akkumulationsziele bei einem anhaltend schwachen Bitcoin-Preis überhaupt finanzierbar bleiben.

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