DeFi Technologies steht unter Druck: Während eine Sammelklage wegen möglicher Wertpapierverstöße in die nächste Phase geht, expandiert die Tochter Valour gleichzeitig in den britischen Privatkundenmarkt. Ein Unternehmen zwischen rechtlichen Risiken und Wachstumsambitionen.

Sammelklage nach Umsatzwarnung

Die Frist zur Anmeldung als Hauptkläger in einer Wertpapier-Sammelklage gegen DeFi Technologies endete am 30. Januar 2026. Die Klage richtet sich gegen alle Anleger, die zwischen dem 12. Mai 2025 und dem 14. November 2025 Aktien erworben haben. Der Vorwurf: Das Unternehmen habe irreführende Angaben zu seinem Geschäftsmodell gemacht.

Im Zentrum steht die Arbitrage-Strategie der Tochter DeFi Alpha. Laut Klageschrift verschwieg das Management Verzögerungen bei der Umsetzung und wachsenden Konkurrenzdruck, die die Umsatzprognosen erheblich beeinträchtigten.

Die entscheidenden November-Tage

Der Auslöser: Am 6. November 2025 räumte DeFi Technologies ein, dass digitale Asset-Treasury-Unternehmen „einen erheblichen Teil der Arbitragemöglichkeiten absorbiert oder verzögert" hätten. Acht Tage später folgte der Schock – die Q3-Zahlen zeigten einen Umsatzrückgang von knapp 20 Prozent. Noch schwerer wog die Jahresprognose: Statt erwarteter 218,6 Millionen Dollar rechnet das Unternehmen nur noch mit rund 116,6 Millionen Dollar. Gleichzeitig kündigte der CEO seinen Rückzug an.

Valour dringt in britischen Markt vor

Parallel dazu gelang der Tochter Valour ein Coup: Am 26. Januar 2026 genehmigte die britische Finanzaufsicht FCA gemeinsam mit der Londoner Börse LSE den Vertrieb von Staking-ETPs an Privatkunden.

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Zugelassen wurden zwei Produkte:

  • 1Valour Bitcoin Physical Staking (ISIN: GB00BRBV3124)
  • 1Valour Ethereum Physical Staking (ISIN: GB00BRBMZ190)

Die börsengehandelten Produkte ermöglichen regulierten Zugang zu Bitcoin und Ethereum, wobei Staking-Erträge im Nettoinventarwert abgebildet werden. Britische Privatanleger können die ETPs seit dem 26. Januar über gängige Broker-Plattformen handeln.

Die Zahlen im Detail

Im dritten Quartal 2025 erzielte DeFi Technologies einen Umsatz von 22,5 Millionen Dollar bei einem operativen Gewinn von 9 Millionen Dollar. Das verwaltete Vermögen von Valour lag per 30. September 2025 bei etwa 989,1 Millionen Dollar – ein Plus gegenüber 772,9 Millionen Dollar Ende Q2.

Die Nettozuflüsse bei Valour erreichten 2025 geschätzte 138,2 Millionen Dollar, wie das Unternehmen am 12. Januar 2026 mitteilte.

Wichtige Kennzahlen auf einen Blick:

  • Q3-Umsatz: 22,5 Mio. Dollar
  • Valour AUM: ~989 Mio. Dollar (30. September 2025)
  • Nettozuflüsse 2025: ~138 Mio. Dollar
  • Revidierte Jahresprognose 2025: ~116,6 Mio. Dollar

Was jetzt ansteht

Mit Ablauf der Klagefrist verschiebt sich der Fokus auf das weitere Gerichtsverfahren. Operativ muss DeFi Technologies beweisen, dass die Arbitrage-Strategie trotz verschärften Wettbewerbs profitabel bleibt. Die nächsten Quartalszahlen, voraussichtlich Ende März 2026, werden zeigen, ob die strategische Neuausrichtung Früchte trägt.

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