D-Wave Quantum meldet einen wichtigen technischen Fortschritt auf dem Weg zur Gate-basierten Quantencomputing-Plattform. Die Nachricht stützt eine ohnehin starke Kursentwicklung, die den Titel in den vergangenen zwölf Monaten deutlich nach oben geführt hat.

  • Neues Skalierungsverfahren für Gate-Model-Qubits vorgestellt
  • Thermal-Bottleneck bei supraleitenden Systemen adressiert
  • Aggressive Roadmap: Logischer Qubit bis Ende 2026 angepeilt
  • Hohe Kasse, aber weiterhin deutliche Verluste
  • Bewertung spiegelt vor allem Zukunftserwartungen wider

Technischer Durchbruch bei der Skalierung

Auslöser der Kursreaktion ist eine bei der SEC eingereichte 8-K-Meldung, in der D-Wave einen technischen Meilenstein beschreibt: Das Unternehmen hat eine skalierbare, on-chip kryogene Steuerung von Gate-Model-Qubits demonstriert.

Konkret adressiert D-Wave damit das sogenannte „thermische Nadelöhr“ in supraleitenden Quantenrechnern. Bisher begrenzt die Wärmeentwicklung der Verdrahtung die Anzahl der Qubits, die in einem System praktikabel angesteuert werden können.

D-Wave nutzt nun Multiplexing- und Bump-Bonding-Technologien, die bereits in den kommerziellen Annealing-Systemen des Unternehmens erprobt sind. Ein Fluxonium-Qubit-Chip wird dabei über einen separaten Steuerchip kontrolliert. Dadurch sinkt der Bedarf an physischer Verdrahtung deutlich. Zum Vergleich: In den Annealing-Systemen steuert D-Wave nach eigenen Angaben Zehntausende Qubits mit rund 200 Leitungen.

Brücke zwischen Annealing und Gate-Modell

Der Schritt ist zentral für die Doppelstrategie von D-Wave. Während das Unternehmen im Bereich Quantum Annealing bereits etabliert ist, zielt das Gate-Model-Programm auf universelle Quantenrechner und konkurriert damit direkt mit Anbietern wie IBM und Google.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei D-Wave Quantum?

Laut Unternehmensangaben wurden für den neuen Ansatz Fertigungsprozesse des NASA Jet Propulsion Laboratory (JPL) genutzt. CEO Alan Baratz bezeichnete das Resultat als „ersten Schritt“ auf einer skalierbaren Gate-Model-Roadmap. Als nächstes Etappenziel nennt D-Wave die Demonstration eines kleinen logischen Qubits (Surface Code) bis Ende 2026.

Finanziell scheint D-Wave für diese Pläne gut ausgestattet. Die liquiden Mittel liegen bei rund 836,2 Millionen US-Dollar und bieten damit erheblichen Spielraum für Forschung und Entwicklung. Dem stehen für das dritte Quartal 2025 Erlöse von 3,7 Millionen US-Dollar gegenüber – ein Plus von 100 % im Jahresvergleich, aber weiterhin bei deutlich negativen Nettoergebnissen, wie in der Branche üblich.

Einordnung im Quantum-Sektor

Die Ankündigung fällt in eine Phase, in der hybride und interoperable Quantenarchitekturen an Bedeutung gewinnen. Ebenfalls heute hat die US-Forschungsagentur DARPA das Programm „Heterogenous Architectures for Quantum“ (HARQ) gestartet. Ziel ist es, unterschiedliche Qubit-Technologien – etwa supraleitende Qubits, Photonen und Ionen – in einzelnen Systemen zu kombinieren. Diese Fokussierung auf Skalierbarkeit und Verbindung verschiedener Technologien stützt den strategischen Ansatz von D-Wave, technische Lösungen für steigende Komplexität zu entwickeln.

Bewertungsseitig wird D-Wave mit einem deutlichen Aufschlag gehandelt. Beim Kurs von rund 30,97 US-Dollar liegt die Marktkapitalisierung bei etwa 10,8 Milliarden US-Dollar. Die Umsatzbewertung ist im Vergleich zu klassischen Tech-Werten hoch und spiegelt klar wider, dass der Markt vor allem künftiges Potenzial und weniger aktuelle Ertragskraft einpreist.

Die Aktie hat sich seit den Tiefstständen im November um etwa 40 % erholt und zeigt damit eine robuste Nachfrage, die im Markt als Ausdruck von Vertrauen in die Roadmap bis 2026 interpretiert wird.

Ausblick auf 2026

Für die weitere Entwicklung bleiben zwei Punkte entscheidend: Zum einen die termingerechte Umsetzung der Gate-Model-Roadmap, insbesondere der Nachweis eines logischen Qubits bis Jahresende 2026. Zum anderen muss D-Wave zeigen, dass die neue Steuerarchitektur mit ausreichend hohen Ausbeuten gefertigt werden kann, um perspektivisch in kommerziellen Systemen eingesetzt zu werden.

Die Aktie bewegt sich aktuell im oberen Bereich der 52-Wochen-Spanne von 3,74 bis 46,75 US-Dollar. Analysten, die den Wert abdecken, sind mit ihren Einstufungen durchweg positiv (100 % Kaufempfehlungen). Angesichts der hohen Bewertung und der Volatilität im Quantenumfeld dürfte der Erfolg oder das Scheitern der genannten Meilensteine einen wesentlichen Einfluss auf die künftige Kursentwicklung haben.

D-Wave Quantum-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue D-Wave Quantum-Analyse vom 07. Januar liefert die Antwort:

Die neusten D-Wave Quantum-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für D-Wave Quantum-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 07. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

D-Wave Quantum: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...