D-Wave Quantum lieferte ein Rekordjahr 2025 ab – doch das vierte Quartal verfehlte die Erwartungen der Wall Street deutlich. Die Reaktion folgte prompt: Analysten senkten ihre Kursziele, die Aktie geriet unter Druck.

Jahresrekord trifft auf Quartalsfehlschlag

Am 26. Februar 2026 präsentierte D-Wave Quantum die Zahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025. Die Bilanz fiel gespalten aus.

Auf Jahressicht konnte das Unternehmen überzeugen: Der Umsatz kletterte um 179 Prozent auf 24,6 Millionen Dollar, die Bruttomarge erreichte 83 Prozent. Die Liquidität stieg auf einen Rekordwert von über 884 Millionen Dollar.

Das vierte Quartal enttäuschte hingegen. Mit 2,75 Millionen Dollar Umsatz verfehlte D-Wave die Prognose von 3,72 Millionen Dollar um 26 Prozent. Der bereinigte Nettoverlust weitete sich auf 31,8 Millionen Dollar aus – das entspricht 0,09 Dollar je Aktie gegenüber erwarteten 0,06 Dollar.

Kursziele unter Beschuss

Die Zahlen blieben nicht ohne Folgen. Evercore ISI und Mizuho senkten ihre Kursziele für die D-Wave-Aktie. Am 27. Februar 2026 gab der Titel um 11,27 Prozent nach.

Die Bewertung bleibt eine Herausforderung: Bei einer Marktkapitalisierung von knapp 6,7 Milliarden Dollar und einem Jahresumsatz von 24,6 Millionen Dollar ergibt sich ein Kurs-Umsatz-Verhältnis von über 260.

Auftragseingang signalisiert Trendwende

Die Auftragsbücher zeichnen ein anderes Bild. Im Januar 2026 generierte D-Wave Bestellungen im Wert von über 30 Millionen Dollar. Bis zum 25. Februar 2026 summierte sich der Auftragseingang im ersten Quartal bereits auf 32,8 Millionen Dollar.

Die Barreserven stiegen zum Jahresende 2025 auf 884,5 Millionen Dollar – ein Plus von 397 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Allein im vierten Quartal flossen durch Optionsausübungen 63,7 Millionen Dollar zu. Der Finanzvorstand stellte für die zweite Jahreshälfte ein stärkeres Umsatzwachstum in Aussicht.

Quantum Circuits übernommen

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Strategisch legte D-Wave im Februar die Übernahme von Quantum Circuits Inc. vor. Der Kaufpreis beläuft sich auf 550 Millionen Dollar – 300 Millionen in Aktien, 250 Millionen in bar. Die Transaktion ist inzwischen abgeschlossen.

Quantum Circuits entwickelt fehlerkorrigierte supraleitende Gate-Model-Systeme. Die Dual-Rail-Qubits identifizieren 90 Prozent der auftretenden Fehler, die Gate-Genauigkeit überschreitet 99,9 Prozent.

Parallel sicherte sich D-Wave zwei Großaufträge: Die Florida Atlantic University orderte einen Advantage2-Quantencomputer für 20 Millionen Dollar. Ein Fortune-100-Unternehmen schloss einen zweijährigen Quantum-Computing-as-a-Service-Vertrag über 10 Millionen Dollar ab.

Fokus auf Regierungsgeschäft

D-Wave gründete eine neue Geschäftseinheit für den US-Regierungsmarkt. Die Leitung übernahm Jack Sears Jr., der über 25 Jahre Erfahrung im Verteidigungs- und Luftfahrtsektor mitbringt.

Zudem verlegte das Unternehmen seinen Hauptsitz nach Boca Raton, Florida. Die neue Forschungseinrichtung soll die Entwicklung von Annealing-Quantencomputern beschleunigen und Florida als Quantum-Hub etablieren.

Die Zahlen im Überblick

Der Umsatz 2025 erreichte 24,6 Millionen Dollar bei einer Bruttomarge von 83 Prozent. Im vierten Quartal erlöste D-Wave 2,75 Millionen Dollar, der Verlust je Aktie betrug 0,09 Dollar. Die liquiden Mittel summierten sich auf 884,5 Millionen Dollar. Die Aufträge im ersten Quartal 2026 überschritten bis zum 25. Februar bereits 32,8 Millionen Dollar. Für die Quantum-Circuits-Übernahme zahlt D-Wave 550 Millionen Dollar. Die nächsten Quartalszahlen folgen am 20. Mai 2026.

Kommerzialisierung läuft an

Die meisten von S&P Global Market Intelligence befragten Analysten erwarten, dass D-Wave ab 2028 einen positiven freien Cashflow erwirtschaftet. Die Kombination aus Annealing- und Gate-Model-Systemen differenziert das Unternehmen im Wettbewerb.

Die Nutzung der Advantage2-Systeme stieg um 314 Prozent. Dennoch bleibt die Diskrepanz zwischen Umsatzgröße und Börsenwert ein Diskussionspunkt – insbesondere während D-Wave 2026 verstärkt Unternehmens- und Regierungskunden anvisiert.

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