D-Wave Quantum liefert ein Zahlenwerk der Gegensätze. Während der Umsatz im Gesamtjahr 2025 explodierte und die Auftragsbücher für das laufende Jahr bereits überquellen, weiten sich die Verluste drastisch aus. Anleger stehen vor einem Rätsel: Rechtfertigt das massive Wachstumspotenzial die sportliche Bewertung oder holen die roten Zahlen und verfehlten Quartalsprognosen das Unternehmen ein?

Enttäuschung im vierten Quartal

Die unmittelbare Marktreaktion auf die Zahlenvorlage fiel negativ aus. Am gestrigen Freitag gab der Kurs um rund 7 Prozent nach, nachdem das vierte Quartal die Erwartungen verfehlt hatte. Der bereinigte Verlust pro Aktie fiel mit 0,09 Dollar höher aus als die prognostizierten 0,06 Dollar. Auch der Umsatz im Schlussquartal blieb hinter den Schätzungen zurück.

Besonders der Free Cash Flow bereitet Sorgen: Er rutschte im Gesamtjahr auf minus 75,8 Millionen Dollar ab. Damit verbrannte das Unternehmen 69 Prozent mehr Geld als noch im Jahr 2024. Analystenhäuser wie Evercore ISI und Mizuho reagierten prompt mit Senkungen ihrer Kursziele, was den Verkaufsdruck verstärkte.

Auftragsboom überdeckt Verluste

Doch der Blick in den Rückspiegel erzählt nur die halbe Wahrheit. Für das Gesamtjahr 2025 verzeichnete D-Wave ein Umsatzwachstum von 179 Prozent auf 24,6 Millionen Dollar bei einer Bruttomarge von starken 82,6 Prozent. Noch entscheidender ist jedoch der Start ins neue Jahr: Allein bis zum 25. Februar 2026 gingen neue Aufträge im Wert von über 32,8 Millionen Dollar ein.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei D-Wave Quantum?

Dieser Auftragseingang in weniger als zwei Monaten übersteigt den gesamten Jahresumsatz von 2025. Zu den Treibern gehören ein 20-Millionen-Dollar-Systemkauf der Florida Atlantic University sowie ein Lizenzvertrag mit einem Fortune-100-Unternehmen. Das Geschäftsmodell verlagert sich dabei zunehmend auf Cloud-Zugriffe statt reiner Hardware-Verkäufe.

Strategische Offensive und Bewertung

Um die technologische Führung zu behaupten, tätigte D-Wave mit der Übernahme von Quantum Circuits für 550 Millionen Dollar eine massive Investition. Die Technologie soll die Fehlerkorrektur der Quantenprozessoren entscheidend verbessern. Finanziell ist das Unternehmen für diesen Kurs gerüstet: Die Barmittel und Wertpapiere beliefen sich zum Jahresende auf über 884 Millionen Dollar, ein massiver Anstieg gegenüber dem Vorjahr.

Trotz der operativen Fortschritte bleibt die Bewertung der zentrale Risikofaktor. Bei einer Marktkapitalisierung von fast 6,7 Milliarden Dollar und einem Jahresumsatz von knapp 25 Millionen Dollar wird die Aktie mit einem Kurs-Umsatz-Verhältnis von über 260 gehandelt. Um in diese Bewertung hineinzuwachsen, setzt das Management nun verstärkt auf den Verteidigungssektor. Eine neue, von Jack Sears Jr. geleitete Geschäftseinheit soll Regierungsaufträge sichern, unterstützt durch vielversprechende Simulationstests in der Raketenabwehr.

Die kommenden Quartale müssen beweisen, ob die hohen Buchungen zu Jahresbeginn schnell genug in dauerhaften Umsatz umgewandelt werden können. Analysten rechnen derzeit frühestens für 2028 mit einem positiven Free Cash Flow, womit die Abhängigkeit von der hohen Cash-Position bis dahin bestehen bleibt.

D-Wave Quantum-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue D-Wave Quantum-Analyse vom 28. Februar liefert die Antwort:

Die neusten D-Wave Quantum-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für D-Wave Quantum-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 28. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

D-Wave Quantum: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...