Die Aktie von D-Wave Quantum geriet am Donnerstag, den 5. März, massiv unter Druck. Trotz weiterhin steigender Umsätze und einer strategischen Großakquisition verfehlte das Unternehmen die Erwartungen der Wall Street deutlich. Der Kurs sackte um 7,75 Prozent ab.

Quartalszahlen verfehlen Prognosen

Im vierten Quartal weitete sich der bereinigte Nettoverlust auf 0,09 Dollar je Aktie aus, verglichen mit 0,08 Dollar im Vorjahr. Analysten hatten lediglich mit 0,06 Dollar gerechnet. Der Umsatz stieg zwar auf 2,8 Millionen Dollar, blieb aber deutlich hinter den erwarteten 3,6 Millionen zurück.

Der bereinigte Nettoverlust im vierten Quartal lag bei 31,8 Millionen Dollar. In einem Analystengespräch stellte der CFO ein stärkeres Umsatzwachstum für die zweite Jahreshälfte in Aussicht. Trotz der Verfehlung hatte die Aktie vorbörslich noch über 3 Prozent zugelegt – ein Zeichen anfänglicher Markthoffnung, die sich nicht bestätigte.

Jahresbilanz 2025 mit Lichtblicken

Das Gesamtjahr zeigt ein anderes Bild. 2025 erzielte D-Wave einen Umsatz von 24,6 Millionen Dollar – ein Plus von 179 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Bruttogewinn kletterte um 265 Prozent. Zum Jahresende verfügte das Unternehmen über eine Liquidität von 884 Millionen Dollar, die höchste in der Unternehmensgeschichte.

Die Barmittel und marktfähigen Wertpapiere summierten sich per 31. Dezember auf 884,5 Millionen Dollar, ein Anstieg von 397 Prozent binnen Jahresfrist. Allein im vierten Quartal flossen durch Warrant-Ausübungen 63,7 Millionen Dollar zu.

Die Bruttomarge liegt bei beeindruckenden 82,6 Prozent. Allerdings weisen die Betriebs- und Gewinnmargen weiterhin stark ins Negative – ein Indiz für erhebliche operative Herausforderungen.

Auftragseingänge rückläufig

Die Buchungen sanken um 27 Prozent auf 13,4 Millionen Dollar, nachdem im Vorjahr ein großer Systemverkauf enthalten war. Dennoch zeigt sich die Pipeline solide. Per 25. Februar meldete D-Wave Kundenaufträge für 2026 in Höhe von 32,8 Millionen Dollar. CEO Dr. Alan Baratz betont, dass das Unternehmen ausschließlich nicht stornierbare Aufträge als Buchungen verbucht. Damit steht bereits jetzt fest: 2026 wird mehr Umsatz bringen als 2025.

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Strategische Großakquisition verändert Wettbewerbsposition

Am 7. Januar verkündete D-Wave die Übernahme von Quantum Circuits Inc. für 550 Millionen Dollar – 300 Millionen in Aktien, 250 Millionen in bar. Dieser Schritt transformiert das Unternehmen grundlegend.

Durch die Fusion des führenden Anbieters von Annealing-Quantencomputing mit dem führenden Entwickler fehlerkorrigierter Gate-Model-Technologie will D-Wave die Zeit bis zur Marktreife eines skalierbaren, fehlerkorrigierten Gate-Model-Systems drastisch verkürzen.

Quantum Circuits arbeitet mit supraleitenden Gate-Model-Maschinen – der Technologie, die auch Konkurrenten wie IBM nutzen. D-Wave wird damit zum umfassenderen Lösungsanbieter. Ein erstes Dual-Rail-System soll noch 2026 allgemein verfügbar sein.

Analysten senken Kursziele

Evercore ISI und Mizuho reduzierten ihre Kursziele nach dem Quartalsbericht. Die Bewertung bleibt herausfordernd: Bei einer Marktkapitalisierung von knapp 6,7 Milliarden Dollar und Umsätzen von lediglich 24,6 Millionen Dollar im Gesamtjahr 2025 liegt das Kurs-Umsatz-Verhältnis bei über 260.

Seit Jahresbeginn hat die Aktie mehr als 27 Prozent verloren. In der längeren Perspektive steht dennoch ein Plus von 2.690 Prozent über drei Jahre zu Buche.

Marktpotenzial und Partnerschaften

Der Quantencomputing-Markt soll von 4 Milliarden Dollar 2024 auf 72 Milliarden Dollar bis 2035 wachsen. D-Wave ist Gründungsmitglied der Southeastern Quantum Collaborative (SQC), gemeinsam mit der University of Alabama in Huntsville, Davidson Technologies, IBM und Alabama A&M University.

Über 100 Organisationen setzen auf D-Waves Systeme. Mehr als 200 Millionen Rechenprobleme wurden bereits über die Plattform abgewickelt – von Optimierungsaufgaben über KI-Anwendungen bis hin zu Forschungsprojekten.

Dual-Plattform-Strategie als Alleinstellungsmerkmal

Mit der Quantum-Circuits-Übernahme ist D-Wave das einzige Unternehmen, das gleichzeitig Annealing- und Gate-Model-Quantencomputing verfolgt. Die solide Liquidität, das explosive Umsatzwachstum und die strategische Neuausrichtung schaffen eine tragfähige Basis. Ob sich die Investition auszahlt, hängt davon ab, ob das Unternehmen die operative Profitabilität in absehbarer Zeit erreichen kann.

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