D-Wave Quantum erweitert sein Netzwerk und seine Technologie-Plattform: Das Unternehmen tritt der neu gegründeten Southeastern Quantum Collaborative bei und schließt die Übernahme von Quantum Circuits ab. Gleichzeitig zeigen die jüngsten Quartalszahlen eine ambivalente Entwicklung – starkes Jahreswachstum steht enttäuschenden Q4-Ergebnissen gegenüber. Die Frage lautet: Kann die beschleunigte Bookings-Dynamik den Weg zu nachhaltigem Umsatzwachstum ebnen?

Expansion im Südosten der USA

D-Wave wurde Gründungsmitglied der Southeastern Quantum Collaborative (SQC), einem Verbund aus Universität Alabama in Huntsville, Davidson Technologies, IBM und Alabama A&M University. Die am 2. März 2026 veröffentlichte Initiative zielt darauf ab, Quantentechnologie in Wissenschaft, Industrie und Regierung voranzutreiben und die benötigten Fachkräfte auszubilden.

Da Davidson bereits ein D-Wave Advantage2™-System in Huntsville betreibt, kann das Unternehmen direkt zur Entwicklung der Quantum-Workforce beitragen. Die neue Zentrale in Boca Raton, Florida, einschließlich einer F&E-Einrichtung im Boca Raton Innovation Center, verstärkt die regionale Verankerung zusätzlich.

Gemischte Bilanz nach Q4

Die Mitgliedschaft folgt auf Geschäftszahlen, die für Diskussionen sorgten. Das Gesamtjahr 2025 schloss mit einem Umsatz von 24,6 Millionen Dollar ab – ein Plus von 179 Prozent gegenüber 8,8 Millionen Dollar im Vorjahr. Die Bruttomarge erreichte 83 Prozent.

Im vierten Quartal jedoch verfehlte D-Wave die Erwartungen deutlich. Der Umsatz von 2,75 Millionen Dollar lag 26 Prozent unter der Prognose von 3,72 Millionen Dollar. Der Verlust je Aktie betrug minus 0,09 Dollar statt der erwarteten minus 0,06 Dollar. Jahresbookings sanken um 22 Prozent auf 18,7 Millionen Dollar. Der negative Free Cashflow weitete sich um 69 Prozent auf 75,8 Millionen Dollar aus.

Kriegskasse verschafft Spielraum

Trotz der Verluste bleibt die Finanzlage solide. Zum 31. Dezember 2025 verfügte D-Wave über liquide Mittel und Wertpapiere in Höhe von 884,5 Millionen Dollar – ein Anstieg von 397 Prozent binnen Jahresfrist. Allein im vierten Quartal flossen 63,7 Millionen Dollar durch Warrant-Ausübungen zu.

Die meisten von S&P Global Market Intelligence befragten Analysten rechnen damit, dass D-Wave ab 2028 positiven Free Cashflow generieren könnte.

Bookings-Schwung zum Jahreswechsel

Während Q4 enttäuschte, drehte sich der Trend zu Jahresbeginn. Allein im Januar 2026 verzeichnete D-Wave Bookings von über 30 Millionen Dollar. Bis zum 25. Februar stiegen die Bookings im ersten Quartal auf über 32,8 Millionen Dollar.

Nach Quartalsende gab das Unternehmen zwei Großaufträge bekannt: Florida Atlantic University orderte ein System für 20 Millionen Dollar mit geplanter Auslieferung Ende 2026. Ein Fortune-100-Konzern schloss einen zweijährigen QCaaS-Vertrag über 10 Millionen Dollar ab.

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei D-Wave Quantum?

Im Geschäftsjahr 2025 belieferte D-Wave mehr als 135 Kunden, darunter über 70 kommerzielle Unternehmen und mehr als zwei Dutzend Forbes Global 2000-Konzerne.

Quantum Circuits verschafft zweite Technologieplattform

Die Übernahme von Quantum Circuits für 550 Millionen Dollar – 300 Millionen in D-Wave-Aktien und 250 Millionen in bar – erweitert das Produktportfolio grundlegend. D-Wave kombiniert seine kommerziellen Annealing-Systeme mit der fehlerkorrigierten supraleitenden Gate-Model-Technologie von Quantum Circuits.

Die Dual-Rail-Qubits von Quantum Circuits identifizieren 90 Prozent der auftretenden Fehler und erreichen Gate-Genauigkeiten von über 99,9 Prozent. Das erste Dual-Rail-System soll 2026 verfügbar werden.

Die Nutzung der Advantage2-Systeme stieg im Jahresvergleich um 314 Prozent, während sich die Verwendung des Stride Hybrid Solver binnen sechs Monaten um 114 Prozent erhöhte.

Verteidigungssektor gewinnt an Bedeutung

D-Wave kooperiert mit Anduril und Davidson an quantenklassischen Hybrid-Anwendungen für die US-Luftabwehr. Ein erster Proof-of-Concept ergab mindestens zehnmal schnellere Lösungszeiten, neun bis zwölf Prozent bessere Bedrohungsabwehr und die Fähigkeit, in einer Simulation mit 500 Raketen 45 bis 60 zusätzliche Geschosse abzufangen.

Für den Regierungssektor gründete das Unternehmen eine eigene Geschäftseinheit unter Jack Sears Jr., der über 25 Jahre Erfahrung in der Entwicklung von Wachstumsstrategien für Verteidigungs- und Raumfahrtunternehmen mitbringt.

Ausblick: Zweigleisige Strategie nimmt Form an

D-Wave verfolgt parallel zwei Wege: kurzfristige Umsätze über die Annealing-Plattform und den Aufbau fehlerkorrigierter Gate-Model-Systeme für die längerfristige Marktpositionierung. Die Aktie schwankte im vergangenen Jahr zwischen 4,45 und 46,75 Dollar. Die Marktkapitalisierung liegt bei rund 6,9 Milliarden Dollar, das Beta bei 1,67.

Der beschleunigte Bookings-Trend zu Jahresbeginn signalisiert wachsende Nachfrage. Im Laufe des Jahres 2026 wird sich zeigen, ob sich die Auftragseingänge in stabiles Umsatzwachstum übersetzen lassen und die Dual-Plattform-Strategie Früchte trägt.

Anzeige

D-Wave Quantum-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue D-Wave Quantum-Analyse vom 5. März liefert die Antwort:

Die neusten D-Wave Quantum-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für D-Wave Quantum-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 5. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

D-Wave Quantum: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...