Der Tübinger mRNA-Pionier ist als eigenständiger Wert von der Börse verschwunden. Nach der vollständigen Übernahme durch BioNTech wurde die Notierung der Aktie eingestellt und das Kapitel der Eigenständigkeit geschlossen. Für ehemalige Aktionäre besteht jedoch akuter Handlungsbedarf: Heute, am 27. Januar 2026, verstreicht die letzte Frist zur Rückforderung niederländischer Quellensteuer.

BioNTech übernimmt vollständig

Der Übernahmeprozess fand am 6. Januar 2026 mit der abgeschlossenen Umstrukturierung seinen formalen Abschluss. Durch diesen Schritt wurde BioNTech zum alleinigen Eigentümer aller Geschäftsaktivitäten. Die ehemalige CureVac SE wurde durch die Rechtsnachfolgerin CureVac Merger B.V. ersetzt, was das Ende der Börsennotierung besiegelte.

Die Eckdaten der Transaktion verdeutlichen die Dimension der Integration:
* Transaktionswert: Rund 1,25 Milliarden Dollar (Eigenkapitalanteil)
* Angediente Anteile: 86,75 Prozent des ausgegebenen Kapitals
* Handelsstopp: 6. Januar 2026
* Delisting: Wirksam seit 16. Januar 2026

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Steuer-Rückerstattung: Frist läuft ab

Für Minderheitsaktionäre, die nicht am ursprünglichen Umtauschangebot teilgenommen haben, ist der heutige Tag entscheidend. Auf die Abfindung im Zuge des Squeeze-out-Verfahrens wurde die niederländische Dividendenquellensteuer erhoben. Zwar liegt der gesetzliche Satz bei 15 Prozent, effektiv wurde jedoch aufgrund der Transaktionsstruktur ein Satz von 3,01 Prozent angewendet.

Aktionäre ohne Wohnsitz in den Niederlanden müssen ihren Rückerstattungsantrag noch heute per E-Mail bei BioNTech einreichen. Ein Versäumnis dieser Frist führt zum unwiderruflichen Verlust der Ansprüche. Anfallende Bankgebühren werden dabei direkt vom Erstattungsbetrag abgezogen.

Technologie lebt in Mainz weiter

Während das Wertpapier nicht mehr gehandelt wird, bleibt die wissenschaftliche Substanz erhalten. Die gesamte Forschungs- und Entwicklungspipeline wurde in die Strukturen von BioNTech integriert. Dazu gehören neben der Expertise im mRNA-Design und den Fertigungskapazitäten auch konkrete klinische Projekte, wie das von der FDA genehmigte Immuntherapie-Programm gegen Lungenkrebs.

Für Investoren ist die Lage damit eindeutig geklärt: Das eigenständige Investmentvehikel CureVac existiert nicht mehr. Ehemalige Anleger sind nun – sofern sie nicht verkauft haben – direkt an der Unternehmensentwicklung von BioNTech beteiligt. Künftige Erfolge oder Misserfolge der Tübinger Technologieplattform werden sich ausschließlich in den Bilanzen und im Aktienkurs der Mainzer Muttergesellschaft widerspiegeln.

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