B&C macht ernst. Die Holdinggesellschaft, die bereits rund 58 Prozent an der Semperit AG hält, will nun auch den Rest des Unternehmens vollständig übernehmen – und bietet dafür 15 Euro je Aktie. Eine Prämie von rund 25 Prozent auf den zuletzt gehandelten Kurs. Der Markt quittiert die Nachricht mit einem Kurssprung von fast 24 Prozent im Frühhandel.

Kein Hintertürchen offen gelassen

Das Angebot richtet sich an alle verbleibenden Aktionäre, die zusammen noch rund 41,5 Prozent der Anteile halten. Besonders auffällig: B&C verzichtet auf eine Mindestannahmeschwelle. Das signalisiert klares Interesse an einem Vollzug – unabhängig davon, wie viele Aktionäre das Angebot annehmen. Die formelle Angebotsunterlage muss zunächst noch die österreichische Übernahmekommission passieren, bevor sie veröffentlicht werden kann.

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Vorstand und Aufsichtsrat von Semperit werden die Unterlagen nach Veröffentlichung prüfen und innerhalb der gesetzlichen Frist eine Stellungnahme abgeben. Eine ablehnende Haltung scheint unwahrscheinlich – doch offiziell ist bislang nichts entschieden.

Zahlen liefern die Grundlage

Ebenfalls heute veröffentlichte Semperit den Jahresfinanzbericht 2025. Demnach erzielte die Gruppe im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatz von 662,4 Millionen Euro und ein EBITDA von 79,5 Millionen Euro. Solide Zahlen für ein Industrieunternehmen dieser Größe – und womöglich ein Faktor, der B&C den Schritt zur Vollübernahme erleichtert hat.

Ob die 15 Euro je Aktie den fairen Wert widerspiegeln, werden die nächsten Wochen zeigen. Für Aktionäre, die seit dem letzten Kurstief dabei sind, liest sich das Angebot jedenfalls wie ein willkommener Ausstieg zu attraktiven Konditionen.

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