Der Chemiekonzern schockt mit einem Nettoverlust und einer drastischen Prognosesenkung. Was zunächst wie ein schwaches Quartal aussah, entpuppt sich als handfeste Krise: Covestro kämpft mit Überangebot, Preisdruck und einem folgenschweren Produktionsausfall. Kann sich der DAX-Konzern aus der Abwärtsspirale befreien?

Von Gewinn zu Verlust: Die schockierenden Q3-Zahlen

Die jüngsten Quartalsergebnisse offenbaren das ganze Ausmaß der Misere. Covestro rutschte mit einem Nettoverlust von 47 Millionen Euro tief in die roten Zahlen – ein drastischer Absturz verglichen mit dem Vorjahresgewinn von 33 Millionen Euro. Pro Aktie bedeutet das einen Verlust von 0,25 Euro statt des vorherigen Gewinns von 0,17 Euro.

Noch dramatischer fiel der Umsatzeinbruch aus: Die Erlöse sacken um zwölf Prozent auf 3,2 Milliarden Euro ab. Hauptverantwortlich dafür ist ein gesunkenes Verkaufspreisniveau – ein klares Zeichen dafür, dass Covestro im Preiskampf das Nachsehen hat.

Die wichtigsten Kennzahlen im Überblick:

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  • Nettoverlust Q3: 47 Millionen Euro (Vorjahr: +33 Millionen Euro Gewinn)
  • Umsatzrückgang: Minus 12 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro
  • EBITDA-Einbruch: Minus 15,7 Prozent auf 242 Millionen Euro
  • Ergebnis je Aktie: Minus 0,25 Euro (Vorjahr: +0,17 Euro)

Perfekter Sturm trifft Covestro

Was führte zu diesem Debakel? Das Management nennt einen "perfekten Sturm" aus mehreren Belastungsfaktoren. Starker Wettbewerb und erheblicher Preisdruck in den Schlüsselmärkten setzen dem Konzern zu. Gleichzeitig kämpft Covestro mit einer anhaltend schwachen Nachfrage und Überangeboten, die die Margen regelrecht zermalmen.

Als wäre das nicht genug, kam ein unvorhersehbarer Schlag dazu: Ein Brand in einer Umspannstation führte zu Produktionsstillständen in mehreren Betrieben. Die finanziellen Belastungen durch diesen Vorfall bewegen sich im mittleren zweistelligen Millionenbereich.

Prognose drastisch zusammengestutzt

Die Konsequenz folgte auf dem Fuß: Covestro senkte die Jahresprognose drastisch. Das Management erwartet nun ein EBITDA zwischen 700 und 800 Millionen Euro – die obere Hälfte der bisherigen Spanne von 700 Millionen bis 1,1 Milliarden Euro ist damit vom Tisch.

Diese Einengung nach unten sendet ein klares Signal: Eine schnelle Erholung ist nicht in Sicht. Die Covestro Aktie steht aktuell bei 59,40 Euro und damit nur knapp über ihrem 52-Wochen-Tief von 54,42 Euro.

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