Covestro Aktie: Jetzt wird kassiert!
Der letzte Widerstand ist gefallen. Das Bundeswirtschaftsministerium hat grünes Licht gegeben – und damit den Weg für die 62-Euro-Auszahlung freigemacht. Nach monatelangem Zittern dürfen sich Covestro-Aktionäre nun auf die Barauszahlung freuen. Doch was bedeutet der historische Deal mit dem Staatskonzern ADNOC konkret für Anleger? Und wie schnell fließt das Geld?
Endspurt: Die 62 Euro kommen
Die entscheidende Hürde ist genommen. Mit der außenwirtschaftsrechtlichen Freigabe durch das BMWK am Freitag sind sämtliche regulatorischen Bedingungen erfüllt. Der Vollzug der Transaktion steht damit unmittelbar bevor – Branchenkenner rechnen mit dem Closing noch in den ersten Dezembertagen.
Für Anleger bedeutet das: Der Merger-Arbitrage-Spread, der die Aktie monatelang leicht unter dem Übernahmepreis von 62 Euro hielt, verschwindet praktisch über Nacht. Das Restrisiko ist eliminiert, die Transaktionssicherheit absolut.
Die wichtigsten Eckpunkte:
- Alle Kartellbehörden international haben zugestimmt
- EU-Subventionskontrolle und deutsche Investitionsprüfung abgeschlossen
- ADNOC kontrolliert bereits über 90% des Grundkapitals
- Kapitalerhöhung um 10% bringt Covestro 1,17 Milliarden Euro frisches Kapital
- Auszahlung an andienende Aktionäre erfolgt direkt nach Closing
Der Käufer ADNOC pumpt mit der vereinbarten Kapitalerhöhung erhebliche Mittel in den Konzern. Das Geld soll die "Sustainable Future"-Strategie finanzieren – ein Umbau, den Covestro aus eigener Kraft kaum hätte stemmen können.
Das Ende einer Ära am deutschen Chemiestandort
Hinter dem nüchternen Transaktionsablauf verbirgt sich eine Zäsur für die deutsche Industrie. Covestro, 2015 von Bayer abgespalten, galt einst als Hightech-Champion für Spezialkunststoffe. Doch die Kombination aus explodierenden Energiepreisen, globaler Nachfrageschwäche und dem Abschwung der Chemiebranche brachte das Unternehmen an seine Grenzen.
Die 62 Euro pro Aktie – zum Zeitpunkt der Einigung eine Prämie von über 50% – waren für viele der einzige Ausweg aus der strategischen Sackgasse. Ein staatlicher Ölkonzern aus den Emiraten sichert sich damit Zugang zu Zukunftstechnologien in Kreislaufwirtschaft und Spezialchemie. ADNOC will sein Geschäftsmodell diversifizieren und weniger abhängig von fossilen Brennstoffen werden.
Was jetzt auf Aktionäre zukommt
Mit dem Vollzug beginnt die finale Phase. Wer seine Aktien bereits angedient hat, erhält in Kürze die Barabfindung ausgezahlt. Für die verbliebenen Kleinaktionäre wird die Luft dünn:
Squeeze-Out vorprogrammiert: Mit über 90% der Anteile in der Hand kann ADNOC die Minderheitsaktionäre zwangsweise herauskaufen. Dieser Schritt ist nur noch Formsache.
Delisting steht bevor: Die Börsennotierung wird perspektivisch eingestellt. Schon jetzt dürfte die Liquidität massiv sinken – wer noch investiert ist, sollte sich auf drastisch steigende Spreads einstellen.
Fundamentalanalyse obsolet: Der Kurs ist keine Bewertungsfrage mehr, sondern reine Arbitrage-Rechnung. Die Story als spekulatives Investment endet hier.
Die Covestro-Aktie hat ihre finale Bestimmung erreicht: 62 Euro, Cash Settlement, Ende der Durchsage. Was bleibt, ist ein historischer Deal – und für Anleger die Gewissheit, dass der Ausstieg nun reibungslos über die Bühne geht.
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