Rocket Lab liefert starke Wachstumszahlen und baut seine Rolle im US-Verteidigungsbereich weiter aus. Gleichzeitig trifft eine Verschiebung im Neutron-Programm den zentralen Kurstreiber für die kommenden Quartale. Genau dieses Spannungsfeld prägt derzeit die Wahrnehmung am Markt – bei erhöhter Volatilität rund um die Aktie.

Zahlen über den Erwartungen – und trotzdem Gegenwind

Im Zuge der Quartalszahlen für Q4 und das Gesamtjahr 2025 meldete Rocket Lab steigende Erlöse, blieb aber unterm Strich in den roten Zahlen. Der Umsatz im vierten Quartal lag bei 180 Mio. US-Dollar, ein Plus von 36% zum Vorjahr. Für das Gesamtjahr stieg der Umsatz um 38% auf 602 Mio. US-Dollar. Die GAAP-Bruttomarge erreichte 38% und legte gegenüber dem Vorquartal um 100 Basispunkte zu.

Auch im Detail fielen die Zahlen leicht besser aus als erwartet: Gemeldet wurden 179,65 Mio. US-Dollar Umsatz (Konsens: 178,47 Mio.). Der Verlust lag bei 0,09 US-Dollar je Aktie und damit etwas unter der Prognose eines 0,10-Dollar-Verlusts.

Wichtiger noch: Der Auftragsbestand kletterte zum Ende von Q4 2025 auf 1,85 Mrd. US-Dollar – 73% mehr als ein Jahr zuvor. Das erhöht die Visibilität für künftige Umsätze. Für Q1 2026 bestätigte das Management seine Prognose von 185 bis 200 Mio. US-Dollar Umsatz, bei einer erwarteten GAAP-Bruttomarge von 34% bis 36%.

Neutron-Verschiebung als zentraler Dämpfer

Trotz der soliden Kennzahlen blieb die Marktreaktion verhalten. Der Grund liegt im Neutron-Programm: Rocket Lab verschob den Erstflug der Rakete auf Q4 2026. Auslöser war ein Tankversagen der ersten Stufe, das auf einen Fertigungsfehler eines Drittanbieters („hand layup defect“) zurückgeführt wurde.

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Das Thema ist heikel, weil Neutron als wichtiges Entwicklungsprojekt die künftige Startfrequenz und damit auch das Vertrauen in die technische Umsetzung beeinflussen kann. Entsprechend bleibt der Fortschritt bei Neutron der kurzfristig wichtigste Faktor neben der Kapitalreichweite.

Rückenwind aus dem Verteidigungsgeschäft

Ende Februar meldete Rocket Lab zudem einen weiteren erfolgreichen Hyperschall-Testflug für die Defense Innovation Unit (DIU). Die Mission mit dem Namen „That’s Not A Knife“ war bereits der zweite erfolgreiche Hyperschall-Launch innerhalb von drei Monaten.

Der Flug nutzte die HASTE-Rakete (Hypersonic Accelerator Suborbital Test Electron) und стартete von Launch Complex 2 am Mid-Atlantic Regional Spaceport auf Wallops Island (Virginia). In diesem Jahr hat Rocket Lab damit drei Starts absolviert – mit einer Erfolgsquote von 100%.

Parallel wächst das Verteidigungs-Orderbuch: Aktive verteidigungsbezogene Verträge summierten sich zum 28. Februar auf 816 Mio. US-Dollar. Ein wesentlicher Baustein ist ein Prime-Vertrag der Space Development Agency (SDA) über 515 Mio. US-Dollar für Design, Fertigung und Betrieb von 18 Satelliten der „Tranche 2 Transport Layer“-Konstellation. Die Auslieferung ist für 2027 vorgesehen.

Kurs, Cash und der Blick nach vorn

Heute notiert die Aktie bei etwa 70,09 US-Dollar. Auf Sicht von 30 Tagen steht ein Minus von 13,70% zu Buche. Rocket Lab verfügte im Februar über rund 1,1 Mrd. US-Dollar an Cash und Cash-Äquivalenten; das entspricht laut Unternehmen einer Reichweite von etwa 2,5 Jahren – wobei weitere Verzögerungen im Neutron-Programm diesen Puffer belasten könnten.

Als nächster wichtiger Termin gilt die Vorlage der Q1-Zahlen, die derzeit für Mai 2026 erwartet wird. Bis dahin dürfte der Markt vor allem auf zwei Punkte schauen: ob die Verteidigungsdynamik und das Space-Systems-Geschäft die kurzfristige Umsetzungskraft stützen – und ob Neutron bis zum Zielkorridor Q4 2026 technisch sauber vorankommt.

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