Der Energieriese strotzt derzeit vor Kraft. Trotz eines leichten Umsatzdämpfers im vierten Quartal überzeugen die Gewinne und die Integration von Hess läuft auf Hochtouren. Anleger honorieren die operative Stärke mit neuen Jahreshochs – doch ist das Potenzial damit schon ausgereizt?

Fokus auf Profitabilität

Am 30. Januar legte der Konzern Zahlen vor, die am Markt für Erleichterung sorgten. Mit einem Gewinn je Aktie von 1,52 US-Dollar übertraf Chevron die Analystenschätzungen von 1,44 US-Dollar deutlich. Zwar verfehlte der Umsatz mit 46,87 Milliarden US-Dollar knapp die Prognosen und lag unter dem Vorjahreswert, doch die Börse blickt darüber hinweg.

Investoren konzentrieren sich stattdessen auf die Kapitaldisziplin des Unternehmens. Diese Strategie zahlt sich aus: Die Aktie kletterte gestern auf ein neues 52-Wochen-Hoch bei rund 182,19 US-Dollar und bestätigte damit den positiven Trend der letzten Tage.

Der Hess-Faktor

Zentraler Treiber der aktuellen Bewertung ist die im Juli 2025 abgeschlossene Übernahme der Hess Corporation. Der 55-Milliarden-Dollar-Deal sicherte Chevron wertvolle Assets in Guyana, insbesondere einen 30-prozentigen Anteil am lukrativen Stabroek Block.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Chevron?

Das Management bekräftigte nun das Ziel, bis Ende 2025 Kostensynergien von einer Milliarde US-Dollar zu realisieren. Die erfolgreiche Eingliederung erlaubt zudem eine angehobene Prognose für den freien Cashflow, der im Jahr 2026 bei 12,5 Milliarden US-Dollar liegen soll.

Analysten ziehen nach

Die Finanzhäuser reagieren überwiegend positiv auf die Quartalsergebnisse und die strategische Ausrichtung bis 2030:

  • BMO Capital hob das Kursziel auf 190 US-Dollar an und verwies auf das starke Produktionswachstum sowie den robusten Cashflow-Ausblick.
  • JPMorgan erhöhte das Ziel auf 181 US-Dollar, gestützt durch erwartete jährliche Einsparungen von drei bis vier Milliarden US-Dollar ab 2026.
  • HSBC hingegen mahnt zur Vorsicht und stufte das Papier auf „Hold“ mit einem Ziel von 180 US-Dollar herab.

Auch der Optionsmarkt signalisiert Zuversicht: Das Put/Call-Verhältnis von 0,72 deutet auf eine bullische Stimmung hin, während die sinkende Volatilität eine Stabilisierung auf diesem hohen Niveau nahelegt.

Anleger richten ihren Blick nun auf den kommenden Investorentag. Dort werden weitere Details zu den operativen Synergien aus dem Hess-Portfolio erwartet, die als primäre Impulsgeber für den weiteren Kursverlauf im ersten Quartal fungieren dürften.

Chevron-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Chevron-Analyse vom 10. Februar liefert die Antwort:

Die neusten Chevron-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Chevron-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 10. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Chevron: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...