Covestro Aktie: Zwangsausschluss eingeleitet
Für die verbliebenen Minderheitsaktionäre des Leverkusener Kunststoffherstellers läuft die Zeit an der Börse ab. Der neue Mehrheitseigner XRG P.J.S.C. (ehemals ADNOC) macht ernst und hat das Verfahren zum sogenannten Squeeze-out angestoßen. Parallel dazu zieht sich der Konzern aus dem höchsten Börsensegment zurück, um Kosten zu sparen.
Das Wichtigste auf einen Blick:
* Mehrheit gesichert: XRG hält rund 95,10 % des Grundkapitals.
* Verfahren: Übertragung der Aktien gegen Barabfindung beantragt.
* Börsensegment: Wechsel vom Prime Standard in den General Standard beschlossen.
Der Weg zum Delisting
Nach der erfolgreichen Übernahme im Dezember 2025 kontrolliert der Staatskonzern XRG nun über 95 Prozent der Anteile. Damit ist die rechtliche Schwelle überschritten, die einen aktienrechtlichen Squeeze-out ermöglicht. Am 9. Januar 2026 forderte der Großaktionär die Covestro-Verwaltung offiziell auf, die Übertragung der restlichen Aktien gegen eine Barabfindung auf der kommenden Hauptversammlung zur Abstimmung zu stellen.
Die aktuelle Kursentwicklung spiegelt dieses Endspiel wider. Die Aktie notiert bei 60,70 Euro und zeigt mit einer Seitwärtsbewegung von lediglich 0,07 % auf Wochensicht kaum noch Volatilität. Der Markt hat sich auf das Übernahmeszenario eingependelt.
Ungewissheit bei der Abfindungshöhe
Der entscheidende Punkt für die verbliebenen Anleger ist nun die Höhe der Kompensation. Die konkrete Summe für die angemessene Barabfindung steht noch nicht fest. Covestro hat angekündigt, diese zu einem späteren Zeitpunkt zu kommunizieren.
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Erfahrungsgemäß orientieren sich solche Abfindungen am gewichteten Durchschnittskurs oder einer Unternehmensbewertung, wobei Aufschläge möglich, aber keineswegs garantiert sind. Bis zur Bekanntgabe dürfte der Kurs wie festgenagelt in der aktuellen Region verharren.
Rückzug aus dem Premium-Segment
Parallel zum Squeeze-out reduziert Covestro seine börsenrechtlichen Verpflichtungen. Der Vorstand beantragte am 22. Januar 2026 den Widerruf der Zulassung zum Prime Standard. Ziel ist es, den damit verbundenen administrativen und finanziellen Zusatzaufwand zu senken.
Dieser Schritt hat keine direkten Auswirkungen auf die Handelbarkeit, bedeutet aber weniger Transparenzpflichten für das Unternehmen. Der Wechsel in den General Standard wird drei Monate nach der offiziellen Veröffentlichung durch die Frankfurter Wertpapierbörse wirksam.
Wichtige Termine für das Depot
Das finale Kapitel der Börsennotiz wird voraussichtlich am 15. April 2026 geschrieben. An diesem Datum findet die Hauptversammlung statt, auf der der Beschluss zum Squeeze-out gefasst werden soll. Sobald dieser Beschluss in das Handelsregister eingetragen ist, gehen die Aktien der Minderheitsaktionäre automatisch auf XRG über und die Barabfindung wird fällig.
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