Ethereum rutscht unter die Marke von 2.000 US-Dollar – und das ausgerechnet in einer Phase, in der institutionelle Investoren wie BitMine Immersion Technologies massiv zugreifen. Während der Kurs weiter fällt, wächst gleichzeitig die Debatte über die Zukunft des Netzwerks. Kann Ethereum die Kurve kriegen?

BitMine kauft trotz Milliarden-Verlusten weiter

BitMine Immersion Technologies hat vergangene Woche weitere 40.613 ETH erworben – mitten im Crash. Damit hält das von Tom Lee geführte Unternehmen nun über 4,3 Millionen Ethereum-Token im Wert von rund 8,7 Milliarden US-Dollar. Das entspricht 3,6 Prozent des gesamten ETH-Angebots, Ziel sind 5 Prozent.

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Die aggressive Strategie hat allerdings ihren Preis: BitMine sitzt auf Buchverlusten von etwa 7,8 Milliarden US-Dollar, da der durchschnittliche Kaufpreis bei 3.826 US-Dollar pro Token liegt. Lee verteidigt den Kurs: "Wir sehen diesen Rücksetzer als attraktiv an, da sich die Fundamentaldaten verbessern. Der ETH-Preis spiegelt nicht die hohe Nutzbarkeit und Rolle als Zukunft des Finanzwesens wider."

Die BitMine-Aktie hat in den vergangenen sechs Monaten 66 Prozent verloren.

Buterin stellt Layer-2-Vision infrage

Zeitgleich hat Ethereum-Mitgründer Vitalik Buterin eine kontroverse Diskussion ausgelöst. In einem Post Anfang Februar erklärte er, die ursprüngliche Vision für Layer-2-Netzwerke "mache keinen Sinn mehr". Sein Argument: Der Weg zur vollständigen Dezentralisierung der L2s verlaufe deutlich langsamer als erhofft. Gleichzeitig skaliere Ethereum selbst bereits stark – die Gebühren seien niedrig, das Gas-Limit werde 2026 weiter steigen.

"Wir sollten aufhören, L2s als 'gebrandete Shards' von Ethereum zu betrachten", schrieb Buterin. "Wir brauchen nicht noch mehr EVM-Klone."

Die Reaktionen der großen Layer-2-Projekte fielen differenziert aus. Arbitrum-Mitgründer Steven Goldfeder stellte klar: "Arbitrum ist nicht Ethereum. Es ist ein Kernbestandteil des Ökosystems, ein enger Verbündeter – aber nicht Ethereum selbst." Base-Chef Jesse Pollak räumte ein, dass L2s künftig mehr sein müssten als "Ethereum, nur günstiger".

Verkaufsdruck aus dem Ökosystem

Der Markt zeigt sich derweil angespannt. Buterin selbst verkaufte vergangene Woche ETH im Wert von mindestens 7 Millionen US-Dollar, um neue Projekte zu finanzieren. Aave-Gründer Stani Kulechov trennte sich laut On-Chain-Daten von Token im Wert von über 8 Millionen US-Dollar.

US-Spot-Ethereum-ETFs verzeichneten am 9. Februar Zuflüsse von 57 Millionen US-Dollar, nachdem zuvor deutliche Abflüsse zu beobachten waren. Die kurzfristige Entwicklung bleibt eng mit der allgemeinen Marktstimmung verknüpft. BitMines Wette auf niedrige Kurse dürfte sich erst mittelfristig bewerten lassen – die Debatte um Ethereums technische Ausrichtung könnte bis dahin längst entschieden sein.

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