Die monatelange Hängepartie für die Aktionäre des Leverkusener Kunststoffherstellers nähert sich ihrem Ende. Nach dem Erhalt aller regulatorischen Freigaben steht die historische Übernahme durch den Ölkonzern ADNOC unmittelbar vor dem technischen Vollzug. Für Anleger verschiebt sich der Fokus nun von der Ungewissheit auf die konkrete Abwicklung der Barabfindung.

  • Übernahmeangebot: 62,00 Euro je Aktie in bar
  • Zeitplan: Valutierung für Mittwoch, 10. Dezember, erwartet
  • Schlusskurs: 59,32 Euro (Montag)
  • Nächste Schritte: Squeeze-Out und Delisting

Grünes Licht für die Transaktion

Der entscheidende Durchbruch gelang bereits im November, als Covestro und die ADNOC-Tochter XRG die letzten Genehmigungen der Investitionskontrollbehörden erhielten. Damit sind sämtliche Vollzugsbedingungen des freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebots erfüllt. Marktteilnehmer erwarten nun die Valutierung des Angebots für den morgigen Mittwoch.

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Die Aktie zeigte sich im Vorfeld dieser Entwicklung schwankungsarm und notierte zuletzt bei 59,32 Euro. Das Handelsvolumen ist spürbar zurückgegangen, da ein Großteil der Stücke bereits bei ADNOC oder in den Händen von Arbitrageuren liegt, die auf die Differenz zum Angebotspreis spekuliert haben. Mit der Auszahlungssumme bewertet die Transaktion das Eigenkapital von Covestro mit rund 11,7 Milliarden Euro.

Strategische Neuordnung

Für den Chemiestandort Deutschland ist der Vollzug ambivalent. Während der Einstieg von ADNOC dem Unternehmen finanzielle Stabilität und frisches Kapital für die "Sustainable Future"-Strategie sichert, verliert der DAX ein weiteres Schwergewicht der Realwirtschaft. Die Integration in die XRG-Gruppe soll Covestro als zentralen Baustein im Bereich Performance Materials und Spezialchemie etablieren.

Abschied vom Börsenparkett

Mit der bevorstehenden Zahlung endet faktisch die Ära von Covestro als eigenständige Publikumsgesellschaft. Der Fahrplan für die verbleibenden Anteile ist klar vorgezeichnet: ADNOC plant zeitnah ein Squeeze-Out-Verfahren, um verbliebene Minderheitsaktionäre gegen eine Abfindung aus dem Unternehmen zu drängen. Parallel dazu dürfte der Rückzug von der Frankfurter Wertpapierbörse beantragt werden. Anleger, die ihre Aktien nicht angedient haben, müssen sich auf eine sinkende Liquidität des Titels und das bevorstehende Delisting einstellen.

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