Covestro Aktie: Börsenabschied rückt näher
Für Aktionäre der Covestro AG schließt sich das Kapitel Börsennotierung unaufhaltsam. Der beantragte Wechsel in ein niedrigeres Börsensegment und das laufende Squeeze-Out-Verfahren lassen keinen Zweifel mehr an der Zukunft des einstigen DAX-Konzerns unter dem neuen Eigentümer ADNOC. Doch worauf müssen sich die verbliebenen Minderheitsaktionäre in dieser Endphase einstellen?
- Status: Übernahme durch XRG (ADNOC) ist vollzogen (>95 % Anteile).
- Aktueller Kurs: 60,54 Euro (Stand: Freitag, 30.01.2026).
- Nächster Schritt: Festlegung der Barabfindung.
- Termin: Voraussichtliche Hauptversammlung im April 2026.
Transparenz wird heruntergefahren
Der Vorstand hat am 22. Januar 2026 beschlossen, den Wechsel vom Prime Standard in den General Standard der Frankfurter Wertpapierbörse zu beantragen. Dieser Schritt ist die logische Konsequenz der neuen Machtverhältnisse. Da der Streubesitz unter die Marke von fünf Prozent gefallen ist, erscheinen die strengen Transparenzpflichten des Prime Standard – wie etwa englischsprachige Berichte oder umfangreiche Ad-hoc-Anforderungen – wirtschaftlich nicht mehr gerechtfertigt.
Für Anleger bedeutet dies konkret: Der Informationsfluss wird versiegen. Die Berichtsdichte nimmt ab, da der Fokus des Unternehmens nun vollständig auf der Integration in die XRG-Gruppe und der Umsetzung der langfristigen Strategie liegt, fernab vom Druck quartalsweiser Rechenschaftslegung.
Der Squeeze-Out ist unausweichlich
Das fundamentale Marktgeschehen, wie die Chemie-Konjunktur oder die Margenentwicklung, spielt für die Kursfindung der Covestro-Aktie keine Rolle mehr. Der Titel notiert aktuell bei 60,54 Euro und hat sich damit weitgehend von operativen Treibern entkoppelt. Das einzig relevante Thema ist die Höhe der Abfindung.
Die ADNOC-Tochter XRG hat bereits am 9. Januar 2026 das formale Verlangen nach einem aktienrechtlichen Squeeze-out (Zwangsausschluss) gemäß § 327a AktG übermittelt. Mit einem Anteil von rund 95,1 Prozent am Grundkapital sind die rechtlichen Voraussetzungen erfüllt, um die verbliebenen Kleinanleger gegen eine Barzahlung aus dem Unternehmen zu drängen.
Bewertung und Zeitplan
Marktbeobachter richten ihren Blick nun ausschließlich auf das anstehende Bewertungsgutachten. Ein gerichtlich bestellter Sachverständiger wird prüfen, welche Barabfindung als "angemessen" gilt. Zum Vergleich: Das ursprüngliche Übernahmeangebot lag bei 62,00 Euro je Aktie.
Die finale Entscheidung soll auf der kommenden Hauptversammlung fallen, die voraussichtlich im April 2026 stattfindet. Sobald der Beschluss gefasst und ins Handelsregister eingetragen ist, gehen alle verbliebenen Aktien automatisch auf XRG über. Damit endet die Börsennotierung von Covestro endgültig, und die Aktie verschwindet vom Kurszettel.
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