Der Cannabis-Riese kämpft sich zurück. Nach Jahren tiefroter Zahlen liefert Canopy Growth ein deutliches Signal der Besserung und reduziert den Nettoverlust drastisch. Während das internationale Geschäft schwächelt, treibt der Heimatmarkt Kanada die Erholung voran. Doch reicht das Wachstum im Kerngeschäft aus, um die Profitabilität nachhaltig zu sichern?

Defizit massiv eingedämmt

Im dritten Geschäftsquartal 2026 gelang dem Unternehmen ein wichtiger Schritt Richtung Gewinnschwelle. Der Nettoverlust verringerte sich im Jahresvergleich um 49 Prozent auf 62,6 Millionen CAD. Besonders das bereinigte EBITDA – eine zentrale Kennzahl für die operative Ertragskraft – macht Hoffnung: Mit einem Minus von nur noch 2,9 Millionen CAD verzeichnete Canopy das beste Ergebnis seiner Geschichte in dieser Kategorie. Das Management führt dies auf strikte Kostensenkungen und operative Effizienzsteigerungen zurück.

Licht und Schatten beim Umsatz

Während der konsolidierte Gesamtumsatz mit 74,5 Millionen CAD stagnierte, zeigt der Blick auf die Segmente eine klare Verschiebung. Das kanadische Kerngeschäft wächst wieder:
* Medizinisches Cannabis: Der Umsatz stieg um 15 Prozent auf 23 Millionen CAD, getrieben durch eine Zunahme versicherter Patienten und größerer Bestellmengen.
* Freizeit-Cannabis: Hier ging es um 8 Prozent aufwärts. Vor allem neue Produkte wie "Infused Pre-Rolls" und Vapes der Marken Tweed und 7ACRES trieben die Nachfrage.

Sorgenkind bleibt vorerst das internationale Geschäft. Hier brach der Umsatz im Jahresvergleich um 31 Prozent ein, was primär auf Lieferkettenprobleme in Europa zurückzuführen ist. Immerhin zeigte sich im Vergleich zum direkten Vorquartal eine Erholung von 22 Prozent.

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Hardware-Sparte überrascht positiv

Ein starkes saisonales Comeback feierte die Vaporizer-Tochter Storz & Bickel. Der Umsatz sprang im Vergleich zum zweiten Quartal um 45 Prozent auf 23 Millionen CAD an. Verantwortlich dafür war neben der typischen saisonalen Nachfrage vor allem der neue "VEAZY"-Verdampfer. Das Gerät entwickelte sich zum Verkaufsschlager und erreichte die Marke von 20.000 verkauften Einheiten schneller als jedes andere Produkt in der Firmengeschichte.

Bilanz und Ausblick

Finanziell hat sich Canopy Luft verschafft. Zum Quartalsende lagen die Barreserven bei 371 Millionen CAD. Durch eine strategische Rekapitalisierung im Januar wurden zudem alle Schuldenfälligkeiten bis zum Jahr 2031 verlängert, was den kurzfristigen Druck von der Bilanz nimmt.

Der Fokus liegt nun auf der Integration von MTL Cannabis, deren Abschluss noch für das laufende Quartal geplant ist. Das Management bekräftigte das Ziel, im Laufe des Geschäftsjahres 2027 ein positives bereinigtes EBITDA zu erzielen – unabhängig vom Beitrag der neuen Übernahme.

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