Die Commerzbank steuert auf einen Doppel-Test zu: In gut zehn Tagen liefert sie ihre Jahreszahlen – und parallel bleibt der Machtkampf um die Eigenständigkeit das dominante Thema. Denn während UniCredit ihre Position weiter ausbaut, stellt sich Berlin erneut klar vor die Frankfurter Bank. Was bedeutet das für die nächsten Schritte rund um eine mögliche Übernahme?

Regierung setzt auf Eigenständigkeit

Am 22. Januar hat die Bundesregierung ihren Kurs bekräftigt. Ein Sprecher des Finanzministeriums sagte laut Handelsblatt/Reuters, man setze „weiterhin auf die Eigenständigkeit der Commerzbank“. Aus Regierungskreisen hieß es zudem, ein unfreundliches Vorgehen durch UniCredit sei nicht akzeptabel – besonders mit Blick auf die Bedeutung der Bank.

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Der Bund hält weiterhin einen Anteil an der Commerzbank und wird damit im politischen Ringen zu einem wichtigen Faktor. Im Quelltext wird dieser Anteil als ein zentraler Baustein beschrieben, um Übernahmepläne abzuwehren.

UniCredit rückt an 30% heran

Parallel hat UniCredit ihren direkten Anteil auf rund 26% erhöht. Die Europäische Zentralbank hat zudem eine Aufstockung bis 29,9% genehmigt. Entscheidend ist die Schwelle von 30%: Wird sie überschritten, müsste UniCredit den übrigen Aktionären ein offizielles Übernahmeangebot machen.

Für die Aktie bleibt das ein sensibler Punkt – zumal der Kurs zuletzt eher seitwärts läuft: Am Freitag schloss das Papier bei 34,69 Euro (Tagesplus 0,26%), auf 30 Tage gesehen steht ein Minus von 3,91% zu Buche.

Die wichtigsten Fakten in Kürze:
- Nächster Termin: 11. Februar 2026 (Bilanzpressekonferenz, Q4 & Gesamtjahr 2025)
- UniCredit-Beteiligung: rund 26% direkt; EZB-Genehmigung bis 29,9%
- Bundesanteil: rund 12%
- Kursniveau: 34,69 €; Abstand zum 52-Wochen-Hoch (41,58 €): -16,57%

11. Februar: Das steht im Fokus

Am 11. Februar legt die Bank die Zahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 vor. Laut Quelltext dürften dabei vor allem drei Punkte im Mittelpunkt stehen: der Zinsüberschuss, Signale zur Dividendenpolitik nach dem im Dezember 2025 abgeschlossenen Aktienrückkaufprogramm sowie der strategische Ausblick im Kontext der UniCredit-Frage.

Zusätzlicher Rückenwind: Die EZB hat die Kapitalanforderungen (SREP) für 2026 gesenkt. Das verschafft der Bank laut Vorlage mehr finanziellen Spielraum – und macht Aussagen zur Kapitalplanung und Ausschüttungspolitik bei der Präsentation noch wichtiger.

Am 11. Februar liefert die Bilanzpressekonferenz damit gleich zwei Dinge: harte Zahlen für 2025 und Hinweise, wie die Bank ihre Eigenständigkeitsstrategie finanziell untermauern will – während UniCredit knapp unter der 30%-Marke bleibt und Berlin seinen Widerstand bekräftigt.

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